Sie sind unsichtbar und können lebensbedrohlich sein: Multiresistente Keime. Denn oft wirken gegen sie keine Antibiotika mehr. Insbesondere in Krankenhäusern infizieren sich immer wieder Patienten mit den krankmachenden Bakterien. Im Jahr 2018 starben in Hessen 105 Patienten an multiresistenten Erregern.

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Fluss
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Aber das Krankenhaus ist nicht der einzige Ort, an dem diese Keime aufzufinden sind. Überall, wo Abwässer in unsere Gewässer geleitet werden, können sie auftreten. Um herauszufinden, wie stark die hessischen Flüsse belastet sind, haben die drei hr-Magazine defacto, Mex und Alles Wissen Proben an 11 Flüssen genommen. defacto geht der Frage nach: Wie belastet sind die Flüsse nahe Kläranlagen und vor allem was müsste dagegen getan werden?

Können Käfer Leben retten? Gießener Forscher gehen im Kampf gegen Krankenhauskeime neue Wege

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Multiresistente Keime
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Barbara Bender aus Rodenbach hat sich im Krankenhaus mit einem multiresistenten Keim infiziert. Obwohl die Infektion schon einige Jahre her ist, leidet sie noch immer unter den Folgen. Forscher des Instituts für Insektenbiologie an der Universität Gießen verfolgen nun einen neuen Ansatz: sie suchen in den Mägen von Totengräberkäfern nach noch nicht entdeckten Substanzen für neuartige Antibiotika. Die Gießener Wissenschaftler haben für den Kampf gegen die Krankenhauskeime ein Zentrum mit weltweit renommierten Spezialisten aufgebaut. "defacto" hat sie besucht.

Fleisch – Hauptsache billig?

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Fleisch
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Der Grill kann nicht groß genug sein, aber das Fleisch, was darauf liegt ist oft billig. Viele Menschen haben damit kein Problem. Obwohl ihnen das Tierwohl am Herzen liegt. Moralischer Anspruch und konkretes Kaufverhalten liegen weit auseinander. Jetzt hat der Deutsche Tierschutzbund kürzlich vorgeschlagen, die Fleischpreise zu erhöhen. Er kritisiert die Bedingungen, unter denen Tiere gehalten werden, um möglichst viel billiges Fleisch zu produzieren. Mit den Mehreinnahmen könnte der Umbau der Ställe finanziert und damit zudem ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Ungefähr 60 Kilo Fleisch isst jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Zu viel, meinen auch Klimaschützer. Die Vielhaltung verstärkt mit 15 Prozent Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß den Treibhauseffekt. Gesund ist ein zu hoher Fleischkonsum auch nicht: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nur halb so viel Fleisch zu essen, 31 Kilogramm pro Jahr. defacto fragt die Hessen: Wie denken sie über eine Fleischsteuer, halten sie die für sinnvoll?

Krank durch Arbeit – Warum bekommen viele Betroffene keine Unterstützung durch die gesetzliche Unfallversicherung?

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Roter Ordner mit der Aufschrift "Versicherungen"
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Wer durch seine Arbeit berufskrank wird, kann durch die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt und entschädigt werden. Doch die meisten Menschen, die arbeitsbedingt erkranken bekommen diese Unterstützung nicht. Der Monteur Giuseppe Bonelli glaubt, dass er durch seine Arbeit krank geworden ist: Er hat jahrzehntelang Kühltheken mit Montageschaum ausgeschäumt.

Dieser Schaum enthält Isocyanat, einen chemischen Stoff der krebserregend ist. Als er zum zweiten Mal Krebs bekommt, stellt er einen Antrag bei seiner Berufsgenossenschaft auf Anerkennung einer Berufskrankheit - der wird abgelehnt. Seine Erkrankung steht nicht auf der so genannten Berufskrankheiten-Liste. Hintergrund: Nur eine Krankheit, die auf der sogenannten Berufskrankheiten-Liste steht gilt als Berufskrankheit. Ausnahmen gibt es nicht. Viele arbeitsbedingte Erkrankungen aber stehen nicht auf dieser Liste und deshalb werden die meisten Anträge von der gesetzlichen Unfallversicherung abgelehnt. Der Vorsitzende Richter des Bundessozialgerichts, Prof. Wolfgang Spellbrink, fordert jetzt eine Härtefallregelung.

Das Trampolin als Begegnungsstätte – Wie die "Flying Kids" behinderte und nicht-behinderte Kinder zusammenbringen

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Trampolinspringen
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Seit einigen Jahren treffen sich jeden Sonntagvormittag in Frankfurt bis zu 30 Kinder. Christian Pöllath, ehemaliger Europa- und Vizeweltmeister im Trampolinspringen, trainiert sie ehrenamtlich. Die Idee: behinderte und nicht behinderte Kinder zusammenbringen, sich gemeinsam bewegen, die Motorik zu schulen. Die Idee, die im Kleinen begann, hat nach und nach immer mehr Menschen begeistert. Mittlerweile gibt es die Flying Kids hessenweit. Über 5000 Kinder haben so das Trampolinspringen gelernt und über 500 ehrenamtliche Betreuer konnten geschult werden. Ab diesem Sommer will Christian Pöllath auch in Kitas und Kindergärten gehen. So wird das Trampolin zu einer Begegnungsstätte der besonderen Art.

Keine Erstattung der Reisekosten – "defacto" hilft

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Stressfaktoren Urlaub
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Bozena Höhnova-Nürnberger aus Dietzenbach hat mit ihrem Mann und einer Freundin eine Reise nach Südafrika gebucht. Weil sie keinen gültigen Reisepass mehr hatte, lässt sie sich einen vorläufigen Reisepass ausstellen. Doch die Airline verweigert ihr die Mitnahme. Auch der Reiseveranstalter ist nicht behilflich, obwohl dieser auf seiner Internetseite angegeben hatte, dass ein vorläufiger Pass für Südafrika ausreichend sei. Statt die Kosten von 5.055 Euro zurückzuerstatten, behält er eine Stornogebühr von 4.800 Euro ein. "Jetzt reicht’s" hat sich Bozena Höhnova-Nürnberger gedacht und "defacto" eingeschaltet.

Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 26.08.2019, 20.15 Uhr