In Hessen gibt es nach wie vor etliche Funklöcher: Handyverbindungen reißen ab oder es gibt gar keinen Empfang. Das gilt vor allem für die ländlichen Regionen. Der Grund: Es fehlt an Funkmasten und es gibt zu viele veraltete Anlagen. Deshalb hatte die Hessische Landesregierung 2018 erklärt, sie wolle für 800 neue Mobilfunkmasten sorgen und 4000 Anlagen  modernisieren. Doch der Ausbau geht nur schleppend voran.

Funklöcher in Hessen – Warum die Digitalisierung nicht vorankommt  

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Ein Grund für den schleppenden Mobilfunkausbau sind die langen Genehmigungsverfahren. Zwei bis acht Monate dauert es in Hessen bis der Bau eines neuen Mobilfunkmastes genehmigt ist, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium auf Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag. Es gibt aber auch noch einen anderen Grund: Die Telekommunikationsunternehmen scheuen oft die hohen Investitionskosten auf dem platten Land. Zu wenig Kunden, die das Netz dann nutzten, zu gering die Einnahmen. Deshalb wollen die Grünen im Bund nun ein Recht auf Mobilfunk durchsetzen und die Telekommunikationsunternehmen  zum Ausbau der Netze verpflichten. defacto hat sich auf dem Land umgeschaut und hat verärgerte Einwohner und Rettungskräfte getroffen. 

Kein Anschluss unter dieser Nummer – Chaos bei der Umstellung von analog auf digital  

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Die Telekom kündigt derzeit vielen Kunden die Anschlüsse, weil sie die Technik von analog auf digital umstellen. Für Kunden auf dem Land heißt das manchmal von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Das kann gefährlich werden etwa für Ingeborg Rodekurth aus Fuldatal. Die 94-jährige lebt allein und hat einen Hausnotruf. Sie trägt ihn immer mit sich, damit sie jederzeit Hilfe rufen kann: Wenn sie fällt und nicht mehr alleine aufstehen kann. Doch das System funktionierte plötzlich nicht mehr. Tagelang ist sie ohne Telefon und ohne Notruf.  Ein "technischer Fehler", wie sagt die Telekom. Der Fehler liegt am unzureichenden fehlenden Breitbandausbau. Denn die neue Telefonie läuft über das Internet und wenn das nicht funktioniert, kann auch nicht vernünftig umgestellt werden. Kein Einzelfall in Hessen.

Shinchonji - In den Fängen der koreanischen Sekte

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Ihre potentiellen Opfer sind junge Erwachsene, Studentinnen und Studenten. Sie stehen vor Fachhochschulen, Universitäten und Einkaufspassagen. Sie geben sich als Theologiestudenten aus,  verwickeln ihre Opfer in Gespräche über Religion, über den Sinn des Lebens. Sie finden schnell heraus, ob jemand in einer Krise steckt, berichten Aussteiger. Sie geben sich herzlich, familiär und täuschten Geborgenheit vor. Habe das Opfer angebissen, laden sie ein zum Bibelunterricht erst ein Mal, dann drei bis vier Mal die Woche. Sei man einmal drin, steige der Druck enorm. defacto über  eine Sekte, die aggressiv um Neumitglieder wirbt. 

Jetzt reicht’s : Kein Rollstuhl für Birgit Schäfer

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Birgit Schäfer ist seit einem schweren Unfall im Jahr 1994 permanent auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie ist blind und zu 100 Prozent schwerbehindert. Ihr Ehemann pflegt sie seit nunmehr 24 Jahren zu Hause. Um sich nicht komplett einzuschränken, hat Birgit Schäfer zwei Rollstühle. Einen für den Innen- und einen Aktivrollstuhl für den Außenbereich. Doch der hat nun das zeitliche gesegnet. Ersatzteile sind für das Modell nicht mehr zu bekommen, die Produktion desselben ist eingestellt. Die Schäfers beantragen also einen neuen Aktivrollstuhl. Kein Problem denken sie, doch da haben sie die Rechnung ohne die Krankenkasse gemacht. Die will erst einmal ein Prüfverfahren durch den Medizinischen Dienst (MDK).  Die Schäfers verstehen die Welt nicht mehr. In den vergangenen 20 Jahren war es nie ein Problem, einen neuen Rollstuhl zu beantragen, wenn der alte ausgedient hatte. Der MDK lässt die Prüffrist verstreichen, woraufhin die Kasse den Antrag ablehnt. Jetzt reicht’s.

Armutsrisiko durch Krebs – Eine Krankheit und ihre Spätfolgen

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In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 16.500 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 39 Jahren an Krebs. Die Heilungschancen stehen gut – acht von zehn Patienten werden geheilt. Doch nach dem Kampf gegen die Krankheit  – folgt für viele der Kampf um die finanzielle Existenz. "Armut durch Krebs" – bislang ein Tabuthema. Bei der "Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs"" finden Betroffene Unterstützung. defacto hat zwei junge Patienten getroffen.

 Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 03.02.2020, 20:15 Uhr