Recherchen von "defacto" in Kooperation mit dem Recherche-Team "Achtsegel" haben neue rechtsextreme Kommentare auf Facebook aufgedeckt. Dabei geht es um Äußerungen des Heusenstammer AfD-Fraktionsvorsitzenden Carsten Härle. Weitere Themen: Kampf um den CDU Vorsitz – Warum ein hessischer Unternehmer gegen Merz, Spahn und AKK keine Chance hat | Der mühsame Kampf gegen Kindesmissbrauch - Wie das Landeskriminalamt bei Verdacht auf Kinderpornographie ermittelt Keine Übernahme der Pflegekosten – defacto hilft | Schlaganfall-Units droht das Aus – Wie ein Gerichtsurteil hessische Kliniken in Schwierigkeiten bringt

Unter anderem teilte Härle am 9. November bei Facebook einen Beitrag, in dem die Freilassung der verurteilten Holocaustleugner Horst Mahler  und Ursula Haverbeck gefordert wird. Er schreibt in dem Sozialen Netzwerk, dass die Leugnung des Holocaust nicht unter Strafe stehen dürfe. Schließlich seien das „Meinungen zu historischen Fakten". Darunter setzt er einen Link, der zu einer antisemitischen Karikatur führt. Auf dieser sind unter anderem Juden und Ratten mit Davidstern zu sehen. „defacto“ hat sowohl Carsten Härle als auch den AfD-Landesvorstand mit den Äußerungen konfrontiert.

Kampf um den CDU Vorsitz – Warum ein hessischer Unternehmer gegen Merz, Spahn und AKK keine Chance hat

Videobeitrag
defacto_191118

Video

zum Video Kampf um den CDU Vorsitz

Ende des Videobeitrags

„ Es geht ein Ruck durch die Partei“ schwärmen CDU-Parteimitglieder und loben den offenen und fairen Auswahlprozess. Doch so frei und offen ist das Verfahren dann doch nicht: Der Unternehmer Andreas Ritzenhoff aus Marburg würde sich auch gerne vorstellen als Kandidat, doch er darf nicht, weil er nicht nominiert ist. Sein Problem: Er  hat noch keine Unterstützer in der CDU gefunden. Doch die braucht er, um sich vorstellen zu können. So wollen es die Statuten der Partei. Und während die favorisierten Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz durch die Republik reisen und sich auf Regionalkonferenzen vorstellen, darf Ritzenhoff nicht reden, sondern nur zuschauen. Das ärgert den Hessen. Deshalb fordert er eine Urwahl für den CDU-Parteivorsitz, bei der sich alle Parteimitglieder, die sich berufen fühlen, bewerben könnten. defacto hat Andreas Ritzenhoff auf die erste Regionalkonferenz nach Lübeck begleitet und ihn zu seinen Beweggründen befragt. 

Der mühsame Kampf gegen Kindesmissbrauch  -  Wie das Landeskriminalamt bei Verdacht auf Kinderpornographie ermittelt

Videobeitrag
defacto_191118

Video

zum Video Der mühsame Kampf gegen Kindesmissbrauch

Ende des Videobeitrags

  Dem Bundeskriminalamt gelang im Sommer 2017 ein spektakulärer Erfolg im Kampf gegen Kindesmissbrauch. Zum ersten Mal überhaupt wurde im Darknet ein Pädophilen-Forum gesprengt, in dem Männer nicht nur Kinderpornos ausgetauscht, sondern auch ihre eigenen kleinen Kinder zum Missbrauch „angeboten“ hatten. „Elysium“ – so der Name des Pädophilen-Forums – hatte weltweit 87 000 Männer als Kunden. Das Netzwerk wurde von Hessen aus gesteuert, genauer aus Bad Camberg. Selbst Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk von der Zentralstelle „Bekämpfung von Internetkriminalität“ Frankfurt, der sich seit vielen Jahren mit der Bekämpfung der Kinderpornoszene im Internet beschäftigt, war vom Ausmaß schockiert. Ihm ist es zu verdanken, dass „Elysium“ überhaupt aufflog. Seit August stehen nun die mutmaßlichen Täter vor dem Landgericht in Limburg. Es ist ein quälendes, ein menschlich schwieriges Beweisaufnahmeverfahren, das auf Fakten und Datenmaterial zurückgreift, die Polizeibeamte vorher in mühevoller Sichtungsarbeit von kinderpornografischem Material schriftlich festgehalten haben. „defacto“ hat ein solches Team des Landeskriminalamtes bei der Erhebung von Beweismitteln begleitet und vertieft das Thema mit Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk im Studio-Gespräch.

Keine Übernahme der Pflegekosten – defacto hilft

Videobeitrag
defacto_191118

Video

zum Video Keine Übernahme der Pflegekosten – defacto hilft

Ende des Videobeitrags

Lieselotte van den Brink aus Babenhausen musste im Februar plötzlich in ein Pflegeheim eingeliefert werden, weil sie schwer gestürzt war. Seitdem benötigte sie eine dauerhafte Pflegebetreuung. Nach Abzug des Pflegegeldes sollte ihr Mann monatlich rund 2000 Euro zahlen. Weil er so viel Geld nicht hat, beantragte er beim Kreis Darmstadt-Dieburg eine Kostenübernahme. Doch monatelang passierte gar nichts. Seine Frau verstarb unterdessen. Mittlerweile häufen sich die unbezahlten Rechnungen auf 16 000 Euro. „jetzt reichts“ hat sich Rudolf van den Brink gedacht und defacto eingeschaltet.

Schlaganfall-Units droht das Aus – Wie ein Gerichtsurteil hessische Kliniken in Schwierigkeiten bringt

Videobeitrag
defacto_191118

Video

zum Video Schlaganfall-Units droht das Aus

Ende des Videobeitrags

Bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde. Schnelle Hilfe ist für die Patienten lebensentscheidend. Meistens landen sie auf spezialisierten Krankenhaus-Stationen, den Stroke-Units. Um eine solche Stroke-Unit anbieten zu können, müssen Krankenhäuser einige Bedingungen erfüllen. Unter anderem müssen Patienten innerhalb von 30 Minuten in ein anderes Krankenhaus verlegt werden können. Das Bundessozialgericht hat nun geurteilt, dass nicht die reine Fahrzeit zählt, sondern die Uhr ab dem Moment läuft, in dem entschieden wird, den Patienten zu verlegen. Das sei kaum zu leisten, so die Krankenhäuser. Vielen Schlaganfall-Kliniken werden nun wohl die Zahlungen gekürzt, einige müssen sogar Geld an Krankenkassen zurückzahlen.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 19.11.2018, 20:15 Uhr