In dieser Woche geht's los: Die SPD startet ihr Mitgliedervotum zur Großen Koalition. Die Parteiführung will die GroKo fortsetzen, doch an der Basis in Hessen wächst die Kritik. Gerade die Jusos revoltieren und heizen mit ihrer "No GroKo"-Kampagne die Stimmung an. Außerdem: Wenn der Facharztbesuch zum Tagesausflug wird | Facharztmangel auf dem Land | Warum die Vogelsberger ihr Trinkwasser nicht mehr mit Frankfurt teilen wollen | Ärger um die Erwerbsminderungsrente – "defacto" hilft | Förderprojekt macht Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt

Videobeitrag

Video

zum Video No Groko – Widerstand bei Basis von CDU und SPD

Ende des Videobeitrags

Und auch bei der CDU rumort es. Im Rheingau-Taunus-Kreis zum Beispiel spricht man sich offen für eine Minderheitsregierung aus. Es gibt sogar erste Parteiaustritte - um so ein Zeichen gegen die GroKo zu setzen. "defacto" hat die Kritiker an den Parteibasen getroffen: Wie stark geht der Riss durch CDU und SPD? Warum kämpfen so viele inzwischen für ein Ende der GroKo?

Kein Frauenarzt in Neuhof – Wenn der Facharztbesuch zum Tagesausflug wird

Videobeitrag

Video

zum Video Kein Frauenarzt in Neuhof – Wenn der Facharztbesuch zum Tagesausflug wird

Ende des Videobeitrags

In der Kaligemeinde Neuhof bei Fulda leben rund 11.000 Menschen. Mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Der Ort wächst. Die Menschen fühlen sich eigentlich wohl. Doch es gibt ein Problem: Seit 1,5 Jahren gibt es hier keinen Frauenarzt mehr. Der bisherige Arzt musste aus Altersgründen schließen. Eine Nachfolgerin war zwar bereits gefunden, aber kurz vor der geplanten Praxiseröffnung erteilte ihr die Kassenärztliche Vereinigung eine Absage. Im Landkreis gäbe es zu viele Ärzte. Grundlage für die Entscheidung sei der Bedarfsplan für die ärztliche Versorgung. Der nächste Frauenarzt befindet sich nun in Fulda. Ohne Auto ist der für viele Patientinnen viel zu schwer zu erreichen. Die Wut darüber ist so groß, dass die Neuhofer Frauen dagegen auf die Straße gehen und Unterschriften sammeln.

Facharztmangel auf dem Land – Wie ist die Lage in ganz Hessen?

Videobeitrag

Video

zum Video Facharztmangel auf dem Land – Wie ist die Lage in ganz Hessen?

Ende des Videobeitrags

Rund eineinhalb Stunden Fahrtzeit für einen Facharzttermin, auch bei akuten Beschwerden. Was für Städter kaum vorstellbar ist, das ist für Menschen auf dem Land ganz normal. Immer weniger Ärzte wollen sich dort niederlassen. Manche dürfen es aber auch nicht - aufgrund von Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung. Wie schlimm es auf dem Land ist, darüber wollten wir uns ein Bild machen, und sind dafür durch ganz Hessen gereist. Von Süd, nach West, und in die Mitte: trotz unterschiedlicher Bedingungen- das Bild ist überall das Gleiche. Und was bedeutet das für die Bürger? 

Streit ums kostbare Nass – Warum die Vogelsberger ihr Trinkwasser nicht mehr mit Frankfurt teilen wollen

Videobeitrag

Video

zum Video Streit ums kostbare Nass – Warum die Vogelsberger ihr Trinkwasser nicht mehr mit Frankfurt teilen...

Ende des Videobeitrags

Frankfurt wächst, es entstehen viele neue Wohngebiete. Dabei hat die Main-Metropole schon jetzt viel zu wenig Trinkwasser um die Bevölkerung direkt zu versorgen. Seit hundert Jahren bezieht Frankfurt daher das kostbare Nass aus anderen Teilen Hessens, etwa aus dem Vogelsberg. Früher wurde zeitweise so viel abgepumpt, dass Feuchtgebiete austrockneten und Häuser Risse bekamen.
Bis heute geht der Export von Wasser aus dem Vogelsberg nach Frankfurt weiter, und das, obwohl durch den Klimawandel auch im Vogelsberg der Grundwasserpegel sinkt. Das ärgert dort viele Menschen. Auch, weil die Wasserpreise auf dem Land durch die teure Infrastruktur besonders hoch sind.

Ärger um die Erwerbsminderungsrente – "defacto" hilft

Videobeitrag

Video

zum Video Ärger um die Erwerbsminderungs-Rente – "defacto" hilft

Ende des Videobeitrags

Hans-Werner Rapp erlitt im Zuge eines Verkehrsunfalls einen offenen Schienbeinbruch. Seitdem leidet er regelmäßig an einem vereiterten Knochen sowie an Keimen im Unterschenkel. Mehrere Jahre war er aufgrund seiner Erkrankung arbeitsunfähig und bezog Krankengeld. Dann versuchte er wieder zu arbeiten, kam allerdings  erneut ins Krankenhaus, da sich sein Unterschenkelknochen wieder einmal entzündete. Auf Grund der langen Krankmeldung kündigte ihm sein Arbeitgeber. Herr Rapp beantragt Erwerbsminderungsrente, diese wird mit der Begründung abgelehnt, dass er noch sechs Stunden arbeiten könne.  Jetzt reichts hat sich Hans-Werner Rapp gedacht und "defacto" eingeschaltet.

Handel im Wandel – Wie ein Förderprojekt Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt macht

Videobeitrag

Video

zum Video Handel im Wandel – Wie ein Förderprojekt Migrantinnen fit für den Arbeitsmarkt macht

Ende des Videobeitrags

Migrantinnen haben es häufig schwer, Arbeit zu finden. Viele haben keinen Berufsabschluss und können noch nicht genug Deutsch, um eine reguläre Ausbildung zu absolvieren. Denn bislang werden in Förderprogrammen einerseits Deutschkurse angeboten, die aber wenig Bezug zur Arbeitswelt oder es gibt Umschulungen für erwachsene Arbeitslose, bei denen wiederum gute Deutschkenntnisse Voraussetzung sind. Was bislang fehlt ist die Verbindung von beiden. In Frankfurt wird in einem Modellprojekt nun berufliche Bildung und Spracherwerb in einer 2-jährigen Ausbildung kombiniert. Die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer können am Ende die IHK-Prüfung als Verkäuferin bzw. Verkäufer absolvieren.

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 19.02.2018, 20:15 Uhr