Die AfD will den Russlanddeutschen eine politische Heimat geben. Immerhin gibt 1,5 Millionen wahlberechtigte Russlanddeutsche in der Bundesrepublik. Eine Menge Stimmen, die es zu gewinnen gilt. Weitere Themen: "Inside AfD: Der Bericht einer Aussteigern" | "Jede Minute zählt" - Wenn bei der Schlaganfallversorgung aus Minuten Tage werden | Effiziente Notfallambulanz - Wie das Klinikum Höchst Notfälle von weniger dringlichen Fällen zu trennen versucht | Erbarmungsloser Reiseveranstalter? - Warum eine Reise trotz Krebserkrankung nicht storniert wurde

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"Familie, Vaterland, Verteidigung und die friedliche Beziehung zwischen Deutschland und Russland" seien den "Heimkehrern" immer wichtig, erklärt der Bundesvorsitzende der AfD Jörg Meuthen öffentlich. Vor einem Jahr hat sich die bundesweite "Interessengemeinschaft der Russlanddeutschen in der AfD" gegründet. Ist die AfD eine politische Heimat für die Russlanddeutschen und wenn ja, warum? defacto hat sich in zwei Wiesbadener Stadtteilen umgeschaut. Dort leben besonders viele Russlanddeutsche. Und hier hat die AfD bei der letzten Bundestagswahl besonders gut abgeschnitten.

"Inside AfD: Der Bericht einer Aussteigern"

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 Die Vorwürfe wiegen schwer. Die AfD sei "wie eine Sekte" und würde zudem von Rechtsradikalen dominiert - erzählt Franziska Schreiber in ihrem Buch "Inside AfD". Schreiber ist ehemaliges Vorstandsmitglied der "Jungen Alternativen", der Jugendorganisation der AfD und war enge Vertraute von Frauke Petry. defacto gegenüber erzählt sie, wie sie in die Fänge der Partei geraten ist. "Auszutreten, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte", sagt sie nun. Denn die AfD, sei für sie "keine politische Alternative".

"Jede Minute zählt" - Wenn bei der Schlaganfallversorgung aus Minuten Tage werden

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Jessica M. ist noch immer traumatisiert: Mit massiven Kopfschmerzen, Sehstörungen und Lähmungserscheinungen kommt sie in die Notaufnahme des Uniklinikums Gießen-Marburg. Eigentlich gelten Symptome wie Sehstörungen und Lähmungserscheinungen als klare Anzeichen für einen Schlaganfall. Dann muss schnell geholfen werden, denn jede Minute zählt. Doch statt die junge Frau direkt auf einen Schlaganfall zu untersuchen, habe sie neun Stunden warten müssen, berichtet sie defacto gegenüber. Verzweifelt verlässt sie dann unbehandelt die Klinik und versucht es am nächsten Tag erneut. Aber auch da habe sie mehrere Stunden warten müssen, kritisiert sie. Am Ende stellt sich heraus, dass sie wirklich einen Schlaganfall erlitten hat. Wie kann es sein, dass so viel wertvolle Zeit vergeht, bis Patienten adäquat untersucht werden oder handelt es sich hier nur um einen Einzelfall? "defacto" ist der Frage nachgegangen.

Grafik zum FAST-Test bei VErdacht auf Schlaganfall
Bild © hr

Effiziente Notfallambulanz - Wie das Klinikum Höchst Notfälle von weniger dringlichen Fällen zu trennen versucht

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Überfüllte Notfallambulanzen, stundenlanges Warten, unzufriedene  Patienten - das ist im Klinikum Höchst vorbei. Der Grund ist ein Modellprojekt, das gerade in der Klinik erprobt wird. Patienten, die sich in der Notaufnahme vorstellen, müssen sich an einem Tresen anmelden. Anhand eines Fragebogens versucht dort eine Pflegekraft festzustellen, ob es sich um einen Notfall handelt, der in der Klinik behandelt werden muss, oder ob dem Patienten mit einem Besuch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst geholfen werden kann. Da sich der ambulante Bereitschaftsdienst direkt im Haus befindet, kann der Patient gleich weiter behandelt werden und erspart sich lange Wartezeiten. Könnte das Modell aus Höchst Schule machen?

Erbarmungsloser Reiseveranstalter? - Warum eine Reise trotz Krebserkrankung nicht storniert wurde

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Eigentlich wollte sich Michaela Kettenbach einen Kindheitstraum verwirklichen. Fünf Monate plante sie per Schiff die Welt zu umkreisen. Um diese große Fahrt machen zu können, hatte sie sogar ihr Haus verkauft. Doch zwei Wochen nach der Reisebuchung wird bei ihr ein bösartiger und aggressiver Tumor festgestellt. Da er sehr schnell wächst, muss Michaela Kettenbach engmaschig medizinisch überwacht werden. Nachdem sie den ersten Schock der erschütternden Diagnose überwunden hatte, wollte sie die Reise stornieren. Aber der Reiseveranstalter stellte sich quer und schrieb ihr, dass sie auf jeden Fall eine Stornogebühr von über 6000 Euro zahlen müsse. "Jetzt reicht’s!" hat sich Michaela Kettenbach gedacht und defacto eingeschaltet.  

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 20.08.2018, 20:15 Uhr