Wer einmal den Führerschein gemacht hat, der hat ihn normalerweise auf Lebenszeit. Aber fährt man als Rentner noch genauso gut, wie in jungen Jahren? Weitere Themen: Beengte Zimmer, Schimmel, Fäkalien an der Decke – Wie die Stadt Frankfurt Bedürftige unterbringen lässt | Kampf gegen die Spielsucht – Warum das neue Gesetz in Hessen kaum wirkt | Ärger mit der Telekom – "defacto" hilft

Rentner am Steuer – Wie groß ist die Gefahr für den Verkehr?

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Wer einmal den Führerschein gemacht hat, der hat ihn normalerweise auf Lebenszeit. Aber fährt man als Rentner noch genauso gut, wie in jungen Jahren? Eine Fahrtauglichkeitsprüfung für Senioren gibt es in Deutschland bisher nicht. Die Forderungen danach sind aber immer wieder Thema. Denn die Anzahl der durch Rentner verursachten Verkehrsunfälle steigt. Brauchen wir den Senioren-TÜV ab einem gewissen Alter? Was sagen jüngere hessische Autofahrer? Außerdem hat "defacto" eine Rentnerin besucht, die sich mit ihren 92 Jahren keineswegs zu alt zum Autofahren fühlt und einen 82-jährigen Rentner, der bereits zum zweiten Mal seinen Führerschein abgeben musste.

Beengte Zimmer, Schimmel, Fäkalien an der Decke – Wie die Stadt Frankfurt Bedürftige unterbringen lässt

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Da bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt knapp ist, bringt die Stadt bedürftige Personen zuweilen in Hotels und Pensionen unter. Die Hotelbetreiber können sich die Hände reiben, denn die Stadt zahlt für die Unterbringung hohe Summen. Zum Teil haben sich die Hotelbesitzer darauf spezialisiert, nur noch Personen aufzunehmen, bei denen die Stadt die Kosten übernimmt. Ein Zimmer kostet rund 3000 Euro im Monat. Dabei sind die Zustände in den Unterkünften erschreckend. Die Matratzen sind durchgelegen, die Gemeinschaftsduschen verschimmelt und in den spärlich eingerichteten Küchen müssen teilweise bis zu 54 Personen kochen. Eine Situation, die vor allem mit kleinen Kindern schwer zu ertragen ist. Denn bis eine bezahlbare Wohnung gefunden wird, vergehen manchmal Jahre. Statt verstärkt in sozialen Wohnungsbau zu investieren, zahlt die Stadt jedes Jahr mehrere Millionen Euro an die Hoteliers. Über Monate hat defacto zu den Hintergründen dieser Zustände recherchiert.

Kampf gegen die Spielsucht – Warum das neue Gesetz in Hessen kaum wirkt

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37.000 Menschen in Hessen gelten als spielsüchtig. Vor allem die Automaten in den Spielhallen sind Suchtberatern ein Dorn im Auge. Sie fordern deshalb, dass der Gesetzgeber endlich mehr im Kampf gegen die wachsende Spielsucht unternimmt. Genau das hat der hessische Landtag Ende 2017 getan: Laut neuem Spielhallengesetz muss eine Spielothek mindestens 300 Meter von Schulen oder anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen entfernt liegen. Genauso müssen zwischen zwei Spielhallen mindestens 300 Meter Abstand liegen und keine Spielhalle soll mehr als 12 Automaten besitzen. Was in der Theorie vernünftig klingt, sieht in der Praxis leider ganz anders aus. "defacto" hat sich in mehreren Kommunen umgeschaut: Viele Rathäuser gestatten den Spielhallen-Betreibern großzügige Ausnahmegenehmigungen. Oder die Kommunen müssen sich an den geltenden Bestandsschutz halten – und können Spielhallen selbst in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schulen nicht einfach schließen. Neues Gesetz hin oder her.

Ärger mit der Telekom – "defacto" hilft

Else Blaudow aus Wiesbaden hat ein Mietshaus. Sie beantragte bei der Telekom eine Telefonleitung, um für die beiden Mietswohnungen Anschlüsse bereitzustellen. Doch nach über einem Jahr hat die Telekom es nicht geschafft, einen funktionierenden Anschluss zu legen, immer wieder verzögern sich die Arbeiten. Als sich defacto einschaltet, schafft es die Telekom immerhin, für eine Wohnung provisorisch den Anschluss bereitzustellen, die zweite Wohnung muss weiter warten. Doch der neue Mieter möchte nur einziehen, wenn auch das Internet funktioniert. "defacto" ist an dem Fall dran geblieben und konnte erreichen, dass nach 18 Monaten endlich auch die zweite Wohnung mit einem Anschluss versorgt werden kann. Daran hatte Else Blaudow schon lange nicht mehr geglaubt.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 15.10.2018, 20:15 Uhr