Hessen steht vor den großen Ferien. Doch manchen Eltern kommen die offenbar nicht früh genug. Sie nehmen ihre Kinder lieber ein paar Tage oder eine Woche früher aus der Schule. Weitere Themen: Ärger mit dem Reiseveranstalter – "defacto" hilft | Lecker Ziege – Raubtierfütterung im Zoo | Mit 18 Jahren ins Altersheim – Warum junge Pflegebedürftige dorthin abgeschoben werden | Schlichten in heiklen Situationen – "defacto" unterwegs mit dem Quartiersmanger | Kostenfalle private Krankenversicherung – Die Risiken im Alter | Menschenrechtsverletzungen in Hessen – Warum weibliche Genitalbeschneidung nicht nur ein afrikanisches Problem ist

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Häufiger Grund: sie wollen billigere Flüge ergattern oder den großen Stau in der Reisewelle vermeiden. Die Zahl der Schulschwänzer steigt offenbar wieder leicht an. Grund genug für unsere bayerische Nachbarn, die Polizei an Flughäfen zu schicken und Schulschwänzer aufzusammeln. Wie denken hessische Eltern über dieses Thema, kommt Schwänzen für sie in Frage? defacto hat sich umgehört.

Ärger mit dem Reiseveranstalter – "defacto" hilft

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Es sollte die schönste Zeit im Jahr werden: Eine Kreuzfahrt nach Alaska. Auf diesen Urlaub im Herbst haben sich die Rentner Jörg und Lioba Klinge riesig gefreut. Das Angebot war verlockend: imposante Landschaften, all-inklusive Verpflegung und das zu einem erstaunlich günstigen Preis. Das Ehepaar aus Fuldabrück buchte umgehend, doch nach der anfänglichen Buchungsbestätigung und der geleisteten Anzahlung von fast 2000 Euro kommt die eigentliche Überraschung. Die Fahrt könne so nicht stattfinden, die Route würde die Reederei anfahren. Alternativ könnten sie eine teurere Reise buchen oder zu einem Zeitpunkt, an dem beide nicht konnten. Sofort storniert das Ehepaar Klinge die Reise, doch die Anzahlung von 2000 Euro kommt nicht zurück. „Jetzt reicht’s“ haben die beiden gedacht und defacto eingeschaltet.

Lecker Ziege - Raubtierfütterung im Zoo

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In freier Wildbahn jagen Tiger und Geparden andere Tiere. Es ist der natürliche Kreislauf – die Starken fressen die Schwachen. In Zoos fällt dieser Mechanismus weg und trotzdem brauchen die Raubtiere kiloweise Fleisch. Nicht selten kommt dies aus den benachbarten Gehegen des Streichelzoos. Das ist erlaubt in Deutschland. Eine Ziege darf von den Zoomitarbeitern getötet werden, um an den Tiger verfüttert zu werden. Ein Gesetzesbruch stellt dagegen das Töten und anschließende Verfüttern der Tiere aus Platzgründen dar. Eine Farce wie Zoodirektoren und die hessische Tierschutzbeauftragte finden, denn Tierparks sollen einerseits züchten und Nachwuchs fördern und müssen andererseits Ausreden finden, wenn der Platz dann doch zu eng wird.

Mit 18 Jahren ins Altersheim – Warum junge Pflegebedürftige dorthin abgeschoben werden

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 Der 18-jährige Andreas Geyer wurde mit offenem Rücken und einem sogenannten Wasserkopf geboren. Er kann weder Laufen noch stehen, seine Entwicklung ist verzögert und er ist 24 Stunden auf Hilfe angewiesen. Durch die Erkrankung kann er nicht alleine auf die Toilette gehen, alle vier Stunden muss er kathetert werden. Bislang haben sich Pflegekräfte in einem Internat um ihn gekümmert. Doch nun geht die Schulzeit zu Ende. Wer kümmert sich ab jetzt um den jungen Mann? Seine Mutter telefoniert seit Monaten alle Pflegeheime und Wohngruppen ab, nirgends gibt es einen Platz für ihn. Der einzige Ausweg: Entweder er kommt in ein Seniorenheim oder seine Mutter muss ihren Job aufgeben um ihn zu Hause zu pflegen. Der junge Offenbacher steht beispielhaft für ein Problem, das alle jüngeren Pflegebedürftigen betrifft. Laut einer repräsentativen Umfrage fehlen in Deutschland etwa 4000 teilstationäre und rund 3400 Kurzzeitplätze für pflegebedürftige Menschen unter 60 Jahren. Einige leben daher in Altenheimen, viele werden zu Hause gepflegt. Dabei haben gerade jüngere Menschen ganz andere Ansprüche als ältere Pflegebedürftige

Schlichten in heiklen Situationen – "defacto" unterwegs mit dem Quartiersmanger

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Brennpunkte in Frankfurt und Offenbach. Quartiersmanager Marcus Schenk hat im Auftrag der Städte das Ohr an der Straße. Er ist Ansprechpartner bei Problemen und Konflikten. defacto ist einen Tag mit dabei. Los geht es im Offenbacher Nordend. Hier leben die unterschiedlichsten Kulturen und sozialen Schichten auf engstem Raum zusammen. Auch der Anteil an Arbeitslosen ist besonders hoch. Genügend Potenzial für Konflikte. Wie umgehen mit uneinsichtigen Gesprächspartnern?  Marcus Schenk setzt auf Dialog.

Kostenfalle private Krankenversicherung – Die Risiken im Alter

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Wenn der 78-jährige Wolf Schreiber von seiner Leidensgeschichte mit der privaten Krankenversicherung erzählt, merkt man: Das Thema lässt den Bad Homburger nicht los. Seit Jahren erhöht die Versicherung regelmäßig die Krankenkassen-Beiträge von seiner Frau und ihm deutlich. Er ist finanziell stabil und kann sich das leisten, anderen geht es nicht so. Ihn ärgert vor allem die schlechte Beratung. Schon 2013 hat defacto Wolf Schreiber besucht. Damals hatte er sich für einen Tarif mit höherem Selbstbehalt entschieden um der Kostenspirale zu entkommen. Denn auch sein alter Tarif war in wenigen Jahren auf das Dreifache angestiegen. Geholfen hat das nicht, die Beiträge stiegen weiter stark an. Bis heute. Kein Einzelfall: Private Krankenversicherungen locken oft mit niedrigen Beiträgen in jungen Jahren. Darauf, dass es im Alter richtig teuer werden kann, weisen die Berater oft nicht hin.

Menschenrechtsverletzungen in Hessen – Warum weibliche Genitalbeschneidung nicht nur ein afrikanisches Problem ist

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Djenabou Barry ist gezeichnet fürs Leben. Sie ist eine von tausenden Frauen in Hessen, die in ihrer Kindheit beschnitten wurden. Im Mädchenzentrum in Kassel kommen täglich mehr als ein Dutzend Jugendliche aus verschiedensten Ländern zusammen, viele von ihnen sind bereits beschnitten worden. Doch auch die unbeschnittenen Mädchen sind nicht sicher. Denn in einigen Familien ist es üblich, die Töchter in einem Heimaturlaub beschneiden zu lassen. Mitarbeiter des Mädchenzentrums befinden sich täglich im Kampf gegen diese schwere Körperverletzung.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 11.06.2018, 20:15 Uhr