In knapp drei Wochen wird in Hessen gewählt. Der Wahlkampf ist in vollem Gange, Plakate hängen in Städten und Dörfern. Die Botschaften sind vielfältig und nicht immer verständlich. Die AfD wettert gegen die "Pimmel-Puppen-Politik", die Grünen versprechen "Vernunft Gestaltet Geiler", die CDU will "Wurzeln bewahren" und die FDP beklagt in der Schulpolitik: "Zu viele Busse fahren in die Vergangenheit".

Videobeitrag
defacto

Video

zum Video Wahlplakate in Hessen

Ende des Videobeitrags

"defacto" ist mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen: auf dem Wochenmarkt in Bad Nauheim, auf einer Baustelle in Wiesbaden, auf einem Abenteuerspielplatz in Seligenstadt. Sind die Plakate zu den Themen Flüchtlinge, Wohnen und Bildung gelungen? Schnell wird in den Gesprächen klar: Zufrieden sind die Hessen nicht, weder mit den Plakaten noch mit der Politik.

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel - Wie ein Unternehmer von der Flüchtlingskrise profitiert

Videobeitrag
defa

Video

zum Video Im Kampf gegen den Fachkräftemangel - Wie ein Unternehmer von der Flüchtlingskriese profitiert

Ende des Videobeitrags

Burkhard Oel ist Inhaber der Weberei Langheinrich im osthessischen Schlitz. Jahrelang suchte er Arbeitskräfte. Er stand kurz davor, seinen Betrieb schließen zu müssen. Doch weil das Arbeitsamt ihm nicht helfen konnte, half er sich am Ende selbst. Als Flüchtlinge in Schlitz ankommen, errichtet Burkhard Oel auf seinem Firmengelände ein Flüchtlingsheim und bietet den  Zugereisten einen Praktikumsplatz in seiner Weberei an. Gleichzeitig organisiert er für die Flüchtlinge einen Deutschkurs, alles auf eigene Kosten. Das alles, obwohl er nicht weiß, ob sie am Ende doch wieder abgeschoben werden. Denn ohne die neuen Mitarbeiter müsste er seinen Betrieb schließen.

Tote zweiter Klasse – Warum SS-Opfern in  Arnsburg jahrelang nur halbherzig gedacht wurde

Videobeitrag
defa

Video

zum Video Tote zweiter Klasse - Warum SS-Opfern in Arnsburg jahrelang nur halbherzig gedacht wurde

Ende des Videobeitrags

Auf dem Kriegsgräber-Friedhof in Kloster Arnsburg liegen seit 1959 sehr ungleiche Tote. Deutsche Soldaten, Kriegsgefangene anderer Nationen und  Männer der Waffen-SS, die bei Gefechten mit der US Army starben. Daneben: Opfer der Nazis, 81 Zwangsarbeiterinnen und 6 Zwangsarbeiter, die eine andere SS-Einheit im März 1945 bei einem Masaker ermordete. Seit Jahrzehnten sorgt es für Empörung, dass all diese Toten bei den regelmäßigen Feiern gemeinsam durch Kranzniederlegungen geehrt werden: Wie kann es sein, dass offizielle Vertreter von Staat und Bundeswehr wissentlich Angehörige einer verbrecherischen NS-Organisation ehren? Wo bleibt die Würde der Ermordeten, wenn auch sie als "Kriegstote" bezeichnet werden, genau wie überzeugte SS-Soldaten, die noch im Frühjahr 1945 auf den Endsieg für Nazi-Deutschland hofften? Nach langem Wegducken stellt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge heute dem heiklen Erbe, für das er in Gestalt der Gedenkstätte in Kloster Arnsburg verantwortlich ist.

Aufgebrochenes Türschloss – Wer übernimmt die Kosten?

Videobeitrag
defa

Video

zum Video Aufgebrochenes Türschloss - Wer übernimmt die Kosten?

Ende des Videobeitrags

Klaus Hieke ist Mieter einer kleinen Wohnung. Aufgrund einer Erkrankung muss er im Dezember ins Krankenhaus. Während seiner Abwesenheit entsteht auf seinem Balkon ein Brand, die Feuerwehr bricht die Wohnungstür auf. Ein Schlüsseldienst setzt ein neues Schloss ein. Aber wer kommt für die Kosten auf? Normalerweise müsste die Gebäudeversicherung des Vermieters einspringen. Aber, obwohl Herr Hieke seinen Vermieter kontaktiert hat, meldet der sich nicht bei ihm. „Jetzt reicht’s“ hat sich der Renter gedacht und "defacto" eingeschaltet.

Knochenjob Marktfrau – ein Selbstversuch

Videobeitrag
defa

Video

zum Video Knochenjob Marktfrau - ein Selbstversuch

Ende des Videobeitrags

Lore Bäuscher steht seit fast 30 Jahren auf dem Bauernmarkt an der Konstablerwache. Und dass, obwohl die Dame bereits 79 Jahre alt ist. Jeden Donnerstag und Samstag bestückt sie den Markt schon in den frühen Morgenstunden mit frischen Waren vom eigenen Hof: Erdbeeren, Kürbisse, Tomaten, Lauch, und vieles mehr. Und auf dem Hof in Flörsheim- Wicker wird vieles noch von Hand gemacht, ganz ohne Pestizide. Wie schwer diese Arbeit ist und warum Lore Bäuscher keine deutschen Helfer für ihren Hof findet erfährt "defacto" in einem Selbstversuch.  Unsere Reporterin Aleksandra van de Pol hat Lore Bäuscher einen Tag lang begleitet. 

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 08.10.2018, 20:15 Uhr