In einer Woche wird in Hessen gewählt. Der Wahlkampf läuft bei allen Parteien auf Hochtouren. "defacto" möchte die Perspektive ein bisschen wechseln und die Bürger zu Wort kommen lassen. Weitere Themen: "Kita kostenlos" – Warum sich nicht alle Eltern darüber freuen | Ärger mit den Wasserzählern – "defacto" hilft | Vertreibende Hilfe - Wie Obdachlose zum Wandern gezwungen werden | Einen Tag als Flaschensammler - "defacto" macht den Selbstversuch | Streit ums Gras – Weiter Ärger in Driedorf

Videobeitrag
defacto

Video

zum Video Was ist für Sie wahlentscheidend? "defacto" fragt die Hessen

Ende des Videobeitrags

Welche Themen sind für den Einzelnen besonders wichtig? Welche Positionen liegen den Hessen besonders am Herzen? Über welche Statements ärgeren sie sich? "defacto" fragt nach und hört zu: auf dem Land und in der Stadt.

„Kita kostenlos“ – Warum sich nicht alle Eltern darüber freuen

Videobeitrag
defacto

Video

zum Video "Kita kostenlos" - Warum sich nicht alle Eltern darüber freuen

Ende des Videobeitrags

Es sollte für viele Familien eine Erleichterung sein: Der Beschluss der Landesregierung, dass die ersten sechs Stunden Kita-Betreuung im Land kostenlos sind. Doch statt einer Entlastung trat für einige Familien genau das Gegenteil ein. Manche Eltern mussten feststellen: seit der Änderung im Herbst zahlen sie sogar mehr Gebühren als vorher. „defacto“ hat betroffene Familien besucht und auch mit Bürgermeistern gesprochen.

Ärger mit den Wasserzählern – „defacto“ hilft

In der Wohnung von Dieter Kaufmann aus Frankfurt wurden im vergangenen Jahr die Wasserzähler ausgetauscht. Kurz nach der Installation des neuen Warmwasserzählers im Bad, bemerkte er, dass dieser rückwärts läuft. Da ein Techniker noch im Haus war, hat Dieter Kaufmann ihn direkt auf den Fehler aufmerksam gemacht. Der Techniker tauschte den betreffenden Zähler gegen einen anderen aus. Aber nach einiger Zeit stellt Dieter Feldmann, dass auch der neue Warmwasserzähler nicht richtig funktioniert bzw. kurz nach der Installation stehen geblieben war. Obwohl er und die Hausverwaltung mehrfach die verantwortliche Firma darauf hingewiesen hatten, geschah über Wochen nichts. „jetzt reicht’s“- hat sich Dieter Kaufmann gedacht und defacto eingeschaltet.

Vertreibende Hilfe - Wie Obdachlose zum Wandern gezwungen werden

Videobeitrag
defacto

Video

zum Video Vertreibende Hilfe - Wie Obdachlose zum Wandern gezwungen werden.mp4

Ende des Videobeitrags

Sie leben am Rande der Gesellschaft, oft vergessen und übersehen: Obdachlose. Andreas Knispel lebt seit 10 Jahren auf der Straße. Er hat keine Postadresse, keinen Wohnsitz, kein Konto. Doch auch Wohnungslose wie er haben einen Anspruch auf Unterstützung. 416 Euro monatlich oder umgerechnet 13,87 Euro am Tag bekommen sie vom Staat zum Leben. Das muss reichen für Essen, Trinken, Hygiene. Doch es ist oft gar nicht so einfach, an Tagessätze zu kommen. Andreas Knispel muss deshalb quer durch Hessen reisen. Denn die meisten Kommunen im Rhein-Main-Gebiet zahlen nur eine begrenzte Anzahl an Tagessätzen im Monat aus. Manche Kommunen zahlen 10 Tage im Monat. Andere nur drei Tage oder nur einen. Danach müssen die Obdachlosen entweder sesshaft werden, oder weiterziehen. Andreas Knispel fährt so jeden Tag von Landkreis zu Landkreis, immer auf der Suche nach einer Kommune, die ihm heute über den Tag hilft - und das, obwohl er einen Rechtsanspruch auf diese Unterstützung hat. "Vertreibende Hilfe" nennen das die Wohlfahrtsverbände. Denn so schicken Landkreise die Ärmsten der Gesellschaft quer durch Hessen. Oft werden sie dabei beim Schwarzfahren erwischt, denn von 13,87 Euro können sie sich keine Fahrkarten mehr leisten. Ein Teufelskreis.

Einen Tag als Flaschensammler - "defacto" macht den Selbstversuch

Videobeitrag
defacto

Video

zum Video Einen Tag als Flaschensammler - "defacto" macht den Selbstversuch

Ende des Videobeitrags

Sie stöbern im Müll und suchen nach Leergut. Wer durch die Stadt läuft, der sieht sie: die Flaschensammler. Wie fühlt sich das an und wie viel Geld lässt sich damit an einem Tag verdienen? "defacto“ macht den Selbstversuch und sucht in Frankfurt einen Tag lang Pfandflaschen. Der Griff in den Mülleimer kostet Überwindung, nicht selten fasst man in Glasscherben, halb- volle Kaffeebecher oder vergammelte Zigaretten - und das für nur ein paar Cent Pfand.

Streit ums Gras – Weiter Ärger in Driedorf

Videobeitrag
defacto

Video

zum Video Streit ums Gras – Weiter Ärger in Driedorf

Ende des Videobeitrags

In Driedorf gibt es seit Jahren Streit um die Weiden des Ortes. Immer wieder stehen Tiere eines Rinderzüchters auf fremdem Land und fressen sich dort satt. Nach diesem extrem-trockenen Sommer sind die rechtmäßigen Besitzer der Grundstücke vom Weidefrevel besonders genervt. Die Gemeinde hat den Rinderzüchter  immer wieder aufgefordert, seine Tiere so einzuzäunen dass sie nicht ausbüxen können. Trotzdem sind die zahlreichen Herden immer wieder freilaufend unterwegs, auf fremden Weiden, in privaten Gärten und auf vielbefahrenen Straßen. Im Herbst haben sich deshalb bereits zwei Unfälle ereignet. Wie kann es zu diesen Ausbrüchen kommen? „defacto“ hat Driedorf und auch den Rinderzüchter noch einmal besucht.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 22.10.2018, 20:15 Uhr