Es gibt immer weniger Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen können. Denn ihre lebenswichtige Orientierung gerät durch Insektizide immer häufiger durcheinander. Weitere Themen: Geburtskliniken schließen | Mühsamer Kampf um höheren Pflegegrad | Elektro-Lastenrad statt Auto – Wiesbadener Betriebe testen Pkw-Alternative

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Der Großteil aller Nutz- und Wildpflanzen wird von der Honigbiene bestäubt, ein hoher Prozentsatz der Nahrungsmittelerzeugung hängt von ihnen ab. Aber es gibt immer weniger Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen können. Denn ihre lebenswichtige Orientierung gerät durch Insektizide immer häufiger durcheinander. Laut Studien gab es zwischen 1989 und 2016 einen Rückgang von bis zu 82 Prozent der Fluginsekten-Biomasse.

Seit Jahren gibt es daher ein politisches Tauziehen um die Gruppe der Neonicotinoide, das sind Pflanzenschutzmittel, die auf Bienen wie ein Nervengift wirken. Neonicotinoide sind die weltweit meist eingesetzten Insektengifte. Sie werden häufig als Beizmittel für Saatgut verwendet, aber auch als Spritzmittel eingesetzt. Die Neonicotinoide erlangten 2008 traurige Berühmtheit. Im Rheintal starben damals Millionen Bienen, vergiftet durch ein Neonicotinoid. Deshalb gab es viel Zustimmung, als Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor einem Jahr klar für ein Verbot von Neonicotinoiden Stellung bezog.

Einige Neonicotinoide wurden in Folge vom Acker verbannt. Doch andere Mittel blieben auf dem Markt. Und der Einsatz eines weiteren Neonicotinoids wird jetzt sogar ausgeweitet. defacto ist der Frage nachgegangen, wie es dazu kommen konnte.

Geburtskliniken schließen – Anfahrtswege für Schwangere werden länger

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Wenn eine Geburtshilfe-Station geschlossen werden soll, formiert sich Protest – so zum Beispiel in Volkmarsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Seit Ende Juni ist dort Schluss. Das ist kein Einzelfall. Seit 1991 ging in rund 40 Prozent der Kreißsäle in Deutschland das Licht aus, während die Geburtenrate in gleichen Zeitraum nur um etwa 12 Prozent sank. In Hessen mussten in den letzten vier Jahren 7 Geburtsstationen und Kliniken schließen. Die Leidtragenden sind in erster Linie die werdenden Mütter, aber auch Ärzte und Hebammen vor Ort. Wie kann das sein? Defacto ist dem Geburtskliniksterben auf den Grund gegangen!

Mühsamer Kampf um höheren Pflegegrad – defacto hilft

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Der 88-jährige Herrmann Heiner aus Hohenroda leidet an zahlreichen Krankheiten: Kreislaufschwäche, grüner Star und Parkinson im Anfangsstadium. Er lebt allein in seinem Haus und braucht täglich Hilfe. Schon einmal war defacto zur Stelle und verschaffte ihm Pflegegrad eins. Seit dem Tod seiner Frau aber geht es mit ihm bergab. Jetzt braucht er mehr Hilfe, doch seine Krankenkasse, die Techniker sieht das nicht ein. Er sei mit seinen 88-Jahren noch fit genug, attestiert ihm der medizinische Dienst im Auftrag der Krankenkasse. Herrmann Heiner ist traurig und entsetzt und bittet defacto um Hilfe.

Elektro-Lastenrad statt Auto – Wiesbadener Betriebe testen Pkw-Alternative

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Fünf Betriebe in Wiesbaden wollen der Umwelt zuliebe Lastenräder statt Autos einsetzen. Über einen Zeitraum von drei Monaten wird ihnen ein Lastenrad zur Verfügung gestellt. Aber was taugt so ein Gefährt eigentlich? Das Lastenrad ist schneller als das Auto, gerade in der Stadt. Das hat die Handwerkskammer seit September im täglichen Einsatz festgestellt, wenn Akten oder Gesellenstücke transportiert werden müssen.

Auch Schreiner Sven Götze sieht für seinen Betrieb viele Vorteile: Keine Parkplatzsuche, schnelle und direkte Anfahrt zum Kunden. Aber es gibt auch Nachteile. defacto hat die Lastenradfahrer einen Tag lang begleitet. Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gut fährt sich das Rad? Kommt man gut durch den Verkehr und wie steht es um die Radwege in Wiesbaden?

Wenn der Doktor nicht kommt – Tierarztmangel auf dem Land

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Auf dem Land herrscht Ärztemangel. Allerdings betrifft das mittlerweile nicht nur die medizinische Versorgung von Menschen. Auch Tierärzte werden auf dem Land immer knapper. Das hat nicht nur Folgen für Besitzer von Hund, Katze oder Hamster. Vor allem Landwirte sorgen sich zunehmend um die Versorgung ihrer Tiere. Denn sie sind auf den Tierarzt, der auch nachts oder am Wochenende zu ihnen kommt, dringend angewiesen. defacto hat einen Tierarzt in seinem Arbeitsalltag begleitet.

Als Notarzt in Krisengebieten – Der Wiesbadener Arzt Michael Wilk reist regelmäßig nach Syrien

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Immer wieder helfen - für Michael Wilk eine Selbstverständlichkeit. Der Allgemeinmediziner und Psychotherapeut aus Wiesbaden engagiert sich schon seit Jahrzehnten als leitender Notarzt und für Flüchtlinge. In den letzten Jahren reiste er auch immer wieder nach Syrien, um dort zu helfen. Erstmals machte er sich im Jahr 2014 dorthin und half an Orten, wo es kaum noch medizinische Versorgung gab und von denen andere Menschen flohen. Seine Aufgaben dort: Notfallhilfe leisten und logistische Lösungen für Hilfe aus dem In- und Ausland schaffen. Auch in diesem Jahr war Michael Wilk wieder in Syrien. Auch wenn sich die Lage im Vergleich zu 2014 etwas beruhigt habe, sei die Situation für die Menschen vor Ort noch immer prekär, erzählt er. Allein im Flüchtlingslager Al-Hol lebten über 75.000 Menschen, darunter auch etliche Kinder ohne ausreichende Versorgung und Perspektiven. Durch sein Engagement hofft Wilk diesem Leid etwas entgegenwirken zu können. Er will sich auch in den nächsten Jahren weiter dort engagieren.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 29.07.2019 um 20:15 Uhr