Weihnachten steht schon vor der Tür und das Geschenke-Shoppen steht an. Der Einzelhandel hofft auf gute Geschäfte. Doch immer mehr Menschen kaufen lieber online als sich in die Innenstädte zu bewegen. Weitere Themen: Paketfahrer – Ausgebeutet für den Online-Boom? | Waldrodung für Windräder – Wie im Reinhardswald um die Energiewende gerungen wird | Unsichtbare Gefahr – Wie sich Bauern und Behörden auf die Afrikanische Schweinepest vorbereiten | Schwere Vorwürfe gegen Solarfirma – Kunden in Verkaufsgesprächen getäuscht | Probleme mit dem Gasanschluss: keine Heizung und kein heißes Wasser – defacto hilft | Knochenjob Weihnachtsmarkt-Verkäufer – defacto im Selbstversuch

Keine lästige Parkplatzsuche, kein Hin- und Her-Gerenne, keine Schlangen an den Kassen. Eingekauft wird von zuhause aus – das ist nicht nur einfacher, sondern auch billiger. Die Folge: Vor allem kleine und mittelständische Händler geraten in Existenznöte. Geschäfte müssen schließen. So geht es auch der mittelhessischen Stadt Weilburg. Seit Jahren kämpft die Stadt gegen den Leerstand von Handels- und Gewerbeflächen. Das liegt zum einem an der zunehmenden Online-Handel, aber auch an den Gewerbegebieten außerhalb der Städte. Doch der Boom des Onlinehandels hat noch andere Auswirkungen. Die Millionen bestellter Pakete müssen noch verpackt und versendet werden. Die Mitarbeiter des Online-Riesen Amazon beklagen schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne.

Paketfahrer – Ausgebeutet für den Online-Boom?

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Immer mehr, immer schneller und immer billiger: Mehr als 3,3 Milliarden Pakete haben Paketdienste in Deutschland vergangenes Jahr zugestellt. Das Geschäftsmodell des Internet-Handels boomt, mit saftigen Gewinnen für die großen Versender. Doch am Ende der Lieferkette stehen nicht selten Zusteller, die für den großen Boom bitter bezahlen. Sie begegnen einem jeden Tag: weiße Sprinterfahrzeuge auf den Autobahnen oder in den Innenstädten. Sie sind unauffällig, meist ohne Firmenlogo, viele mit osteuropäischen Kennzeichen. Die Autos gehören häufig den Fahrern selbst, die im Auftrag von großen deutschen Logistikfirmen Pakete zustellen. Selbstständig, als Subunternehmer stehen sie am Ende der Lieferkette: eine Armee der Unsichtbaren, oft mit wenig Sprach- und Ortskenntnissen, zu denen der Bestellkunde im Alltag nur einen flüchtigen Kontakt an der Haustür hat.

Waldrodung für Windräder– Wie im Reinhardswald um die Energiewende gerungen wird

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Bei der Umsetzung der Energiewende setzt die schwarz-grüne Landesregierung auch auf Windenergie. Auf zwei Prozent der Landesfläche sollen Windräder gebaut werden. Wind gibt es in Hessen überwiegend in den Höhenlagen und die sind oft bewaldet. Betroffen von einer Rodung für die Windräder könnte auch der Reinhardswald sein. Er ist der größte Wald in Hessen, bekannt für seinen Urwald, die Sababurg, den Wildtierpark und dafür, dass er nicht durch Infrastruktur zersiedelt ist. Aber bald schon könnten hier die Rodungsmaschinen anrollen. Rein rechnerisch wäre im Reinhardswald der Bau von bis zu 80 Windanlagen möglich. Bürgerinitiativen kritisieren dieses Vorgehen.

Unsichtbare Gefahr – Wie sich Bauern und Behörden auf die Afrikanische Schweinepest vorbereiten

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Mittlerweile ist die Afrikanische Schweinepest bedrohlich nah an Deutschland herangekommen. Für Menschen ist die Virusinfektion zwar ungefährlich, aber bei Schweinen endet sie meist tödlich. Infizierte Wild- und Hausschweine sterben qualvoll, einen Impfstoff oder ein Heilmittel gibt es nicht. Ganze Wildscheinpopulationen könnten sterben und, wenn sich die Virusinfektion auf Höfen ausbreitet, könnten auch Schweinebetriebe vor dem Aus stehen. In Hessen bereiten sich Behörden, Jäger und Landwirte vor, um einen Ausbruch zu verhindern. Aber auch, um schnell handeln zu können, wenn der Tag X kommt. 

Schwere Vorwürfe gegen Solarfirma - Kunden sollen in Verkaufsgesprächen getäuscht worden sein

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Kunden seien in Verkaufsgesprächen mit geschönten Zahlen getäuscht worden, kritisieren Energieexperten und ehemalige Mitarbeiter der Solarfirma MEP Werke. Die Firma vermietet Solaranlagen in Hessen und bundesweit an Privatpersonen. In Verkaufsgesprächen sind den potentiellen Kunden mitunter deutlich höhere sogenannte Eigenverbrauchsquoten präsentiert worden als in der Realität erreicht werden können, so die Recherchen von defacto. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 9.000 Kunden. Mit der Eigenverbrauchsquote wird angezeigt, wie hoch der Anteil des selbst genutzten Stroms am produzierten Strom einer Solaranlage ist. Das heißt: Je mehr Strom der Verbraucher selbst produziert, desto weniger muss er zukaufen. Eine hohe Eigenverbrauchsquote macht eine Anlage attraktiver und wirtschaftlicher für den Verbraucher.

Probleme mit dem Gasanschluss: keine Heizung und kein heißes Wasser – defacto hilft

Roland Weber aus Kelkheim am Taunus hatte in den 1960er Jahren eine Nachtspeicherheizung in seinem Haus verbaut. Im Frühjahr 2018 riet ihm ein Heizungskontrolleur zu einer neuen Gastherme, da Nachtspeicherheizungen sehr kostspielig seien. Daraufhin hat Roland Weber im Mai einen Vertrag mit der Mainova AG geschlossen  und sich im August von einer Fachfirma eine Gastherme einbauen lassen. Seither aber zieht sich der Erdgas-Hausanschluss in die Länge. Ursprünglich sollte dieser Ende August erfolgen, doch es kam niemand, um die neue Gastherme endlich anzuschließen. Die Konsequenz: Roland Weber muss seitdem ohne Heizung und ohne warmes Wasser auskommen. Als nach einer erneuten Nachfrage bei Mainova Anfang November noch immer nichts passierte, hat sich Roland Weber entschieden defacto einzuschalten.

Knochenjob Weihnachtsmarkt-Verkäufer – defacto im Selbstversuch

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Der Kasseler Weihnachtsmarkt ist eröffnet. 129 Buden und Stände locken mit leckeren Getränken, Speisen, Süßigkeiten, Kunsthandwerk und vielem mehr. Was für die Besucher ein Vergnügen ist, ist für viele hinter den Kulissen harte Arbeit. defacto-Reporterin Manon Baehr hat einen Tag mitgearbeitet – am Glühweinstand und an der Würstchenbude.

Moderation: Robert Hübner