Gerhard Fängler ist Parkinson-Patient und wurde in einem hessischen Krankenhaus fixiert. Bis heute ist er von den Folgen der Fixierung und dem, was ihm im Krankenhaus widerfahren ist, stark traumatisiert. Außerdem geht es um den Klimakiller Internet und steigende Zahlen von Stromsperren.

Fixiert und auf den Gang geschoben – Angehörige beklagen unerlaubten Freiheitsentzug  

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Komplett gefesselt und bewegungsunfähig gemacht, und das gegen den eigenen Willen – ein Albtraum. Gerhard Fängler hat das erlebt, was wohl niemand erleben möchte: Er wurde in einem hessischen Krankenhaus fixiert, und das an fünf Punkten. Seit über 20 Jahren hat er Parkinson. Er war in die Klinik gekommen, weil er unter den Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten litt. Diese mussten neu eingestellt werden. Bis heute ist er von den Folgen der Fixierung und dem, was ihm im Krankenhaus widerfahren ist, stark traumatisiert. Ein Patient darf nur fixiert werden, wenn eine richterliche Genehmigung vorliegt. Eine längere Fixierung ohne Erlaubnis ist eine Form von Freiheitsentzug und strafbar, selbst wenn sie von Ärzten angeordnet wird. Wie das im Fall des Parkinson-Patienten aus Lahnau war und wie es dazu kommen konnte - defacto hat sich eingeschaltet und deckt auf.  

Klimakiller Internet? – Was Smartphone, Cloud und Stream an Energie verbrauchen 

Jede Google-Suche, jeder Stream, das Speichern von Daten in der Cloud, das Daddeln auf dem Handy.... für alles benötigt man unglaublich viel Strom. Mit 20 Google-Suchanfragen kann eine Energiesparlampe eine Stunde lang brennen.

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In Frankfurt gehen 20 Prozent des Stromverbrauchs allein für die Rechenzentren drauf. Und es wird noch mehr werden. In den nächsten Jahren werden hier so große Anlagen stehen, die zu den größten der Welt gehören. Schon jetzt verbrauchen die Rechenzentren mehr Energie als der Flughafen. Die gesamte Netzinfrastruktur verbraucht  zusammengerechnet allein in Deutschland im Jahr etwa 55 Terawattstunden. Das sind umgerechnet etwa 10 mittlere Kraftwerke, die allein für die digitale Welt Strom erzeugen.

Stromausfall - ein Dorf hilft sich selbst

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Vor wenigen Wochen fegte ein Unwetter über Hessen. Keller liefen voll, Bäume stürzten um und in einigen Orten gab es sogar einen Stromausfall. In diesem Fall wurde das schnell wieder behoben. Was aber, wenn ein Blackout über Tage oder Wochen anhält? Dann geht kaum mehr etwas, sagt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Und das Risiko für einen längeren Stromausfall steigt. Das will das 600-Seelen-Dorf Ziegenhagen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis nicht akzeptieren und macht etwas hessenweit Einzigartiges: Eine Bürger-Projektgruppe erstellt einen maßgeschneiderten Notfallplan für den Fall eines längeren Stromausfalls. Um gewappnet zu sein, wenn es weder Heizung, Trinkwasser, Nahrung noch Kommunikation gibt. Die Ziegenhagener wollen im Fall der Fälle unabhängig von der Rettung von außen sein. Mit einem detaillierten Blackout-Szenario klappert das Team die Häuser der Nachbarn ab und erfragt, wo die Schwachstellen liegen. Ein Dorf sorgt vor.

Konkurrenz ums Fahren - Uber gegen Taxis

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Bei der Mietwagen-Plattform Uber braucht es keinen Taxistand und keine Stellplätze. Dort bieten private Fahrer ihre Dienste an, über eine App kann man sie buchen. Nicht nur in Frankfurt sind die Wagen von Uber unterwegs, seit Anfang Oktober fahren sie auch in Wiesbaden. Über Uber ärgeren sich Taxifahrer wie Svemir Islamcevic. Seiner Meinung nach würden einige Fahrer "unfair arbeiteten". Seit einiger Zeit sammelt er daher Kennzeichen und Halteorte seiner Konkurrenten. Wie kommt er zu dieser Kritik? defacto hat ihn einen Tag begleitet.

Rollstuhlfahrer benötigt dringend einen Fahrdienst - Jetzt reicht’s

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Karl-Heinz Gottkowski ist verzweifelt, als er sich an die defacto Redaktion wendet. Er müsse dringend zum Arzt, finde aber keinen Fahrdienst, der ihn dort hinbringt! Seit einer Chemotherapie vor vier Jahren kann der Achenbacher nicht mehr Laufen. Der 82jährige ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Bis vor Kurzem wurde er daher von einem Taxiunternehmen abgeholt und zu seinen Arztterminen gefahren. Das bezahlt die Krankenkasse, denn diese Fahrten sind teuer: Der Fahrdienst benötigt dafür ein Spezialfahrzeug und zwei Helfer, die Herrn Gottkowski in den Wagen helfen. Doch das Taxiunternehmen, das ihn bislang transportiert hatte, machte im Mai dieses Jahres dicht. Seither sitzt Karl-Heinz Gottkowski zu Hause fest. Immer wieder ruft er seine Krankenkasse DAK an und bittet sie, sich der Sache anzunehmen. Daraufhin schickt die Kasse ihm eine Liste mit Vertragspartnern, die Karl-Heinz Gottkowski abtelefoniert. Doch alle Rollstuhlfahrdienste erteilten ihm nach und nach eine Absage. Und das, obwohl er in der nächsten Zeit zu wichtigen Untersuchungen muss. Jetzt reicht’s!

Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 7.10.2019, 20.15 Uhr