Wie gerecht lebt es sich in Hessen? Das will „defacto“ von den Hessen wissen und ist mit der Frage durchs Land gereist. Weitere Themen: Kein Licht, kein Kühlschrank, keine Spülmaschine – Wie Hunderttausende ohne Strom leben müssen | Was ist gerecht? – Gedanken einer Gerichtsreporterin | Knochenjob Straßenkehrer – defacto macht den Selbstversuch | Cannabis gegen Schmerzen – Warum die Kasse die Kosten nicht übernehmen wollte | Notfälle unter Realbedingungen – Wie angehende Ärzte im Simulationskrankenhaus auf den medizinischen Alltag vorbereitet werden

In Eltville im Rheingau antworten die meisten Menschen, dass sie eher zufrieden sind mit ihrem Leben - vor allem im Vergleich zu anderen Ländern würde es sich in Deutschland sehr gut leben. Lediglich im Bereich der Ungleichheit zwischen Mann und Frau müsste noch mehr getan werden.  In Wanfried im östlichen Hessen hat die Umfrage ein ganz anderes Ergebnis geliefert: viele kritisieren, dass sie sich als Deutsche gegenüber Geflüchteten stark benachteiligt sähen. Insbesondere die Rentner hätten viel zu wenig übrig. Doch nicht nur in Hessen haben wir nachgefragt. Nur wenige Kilometer von der hessischen Grenze entfernt, im thüringischen Treffurt, fühlen sich die Ostdeutschen auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gegenüber den Westdeutschen noch immer benachteiligt, gerade wenn es um das Lohnniveau geht.

Kein Licht, kein Kühlschrank, keine Spülmaschine – Wie Hunderttausende ohne Strom leben müssen

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Rund 300 000 mal im Jahr wird in Deutschland der Strom abgestellt. Betroffen davon sind auch Familien mit Kindern und kranke Menschen. Einer von ihnen ist Burkhard Maedge. Er muss ohne Strom leben, weil er seine Rechnung nicht mehr zahlen konnte. Dabei ist er wegen einer Krankheit auf eine elektrische Atemmaske angewiesen. Trotzdem wurde dem Grundsicherungsempfänger der Strom von den Stadtwerken abgestellt. Nach Untersuchungen des Wuppertal Instituts steigen die Strompreise in Deutschland seit Jahren stark an. Mehr als Löhne, Renten und Hartz IV-Sätze.

Was ist gerecht? – Gedanken einer Gerichtsreporterin

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Unsere hr-Gerichtsreporterin Heike Borufka erzählt uns, was sie über Gerechtigkeit vor Gericht denkt, warum es dort manchmal keine Gerechtigkeit geben kann und wann Rechtsprechung an ihre Grenzen kommt.

Knochenjob Straßenkehrer – defacto macht den Selbstversuch

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Es ist vier Uhr morgens, noch liegt die Nacht über Frankfurt. Aber für die Männer der Frankfurter Entsorgungs- und Servicebetriebe (FES) ist jetzt bereits Schichtbeginn. defacto begleitet die Frühschicht im Einsatzgebiet des Bahnhofsviertels. Die Zeit ist knapp. 96 Straßen müssen gereinigt werden. Die erste Station ist im Hauptbahnhof. Hier müssen die Überbleibsel der vergangenen Nacht so schnell wie möglich beseitigt werden. Denn bis spätestens sechs Uhr muss hier alles sauber sein. Dann beginnt der Berufsverkehr. Ein Knochenjob, wie defacto festgestellt hat.

Cannabis gegen Schmerzen – Warum die Kasse die Kosten nicht übernehmen wollte

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Ulrich Pix aus Sinn bei Herborn kämpft seit 35 Jahren gegen heftiges Rheuma. Der ehemalige Motocrossfahrer hat Versteifungen unter anderem an Hals, Hand und der Schulter. Zahlreiche Operationen musste er bereits über sich ergehen lassen, aber die Schmerzen sind geblieben. Nachdem er viele schwere Opiate ohne Besserung ausprobiert hatte, verschrieb ihm sein Hausarzt ein Mittel auf Cannabis-Basis. Und dieses Mittel half ihm. Seitdem geht es Ulrich Pix deutlich besser. Er fühlt sich weitgehend schmerzfrei und er hat mit wesentlich weniger Nebenwirkungen zu kämpfen. Daraufhin stellt Ulrich Pix mehrere Anträge auf Kostenübernahme bei seiner Krankenkasse, doch die lehnt ab. Jetzt reicht’s hat Ulrich Pix gedacht und sich vor einem Jahr an "defacto" gewandt. Was ist aus dem Fall geworden? defacto hat ihn erneut besucht.

Notfälle unter Realbedingungen – Wie angehende Ärzte im Simulationskrankenhaus auf den medizinischen Alltag vorbereitet werden

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Rund 800 Quadratmeter groß ist das Simulationskrankenhaus der Uniklinik Frankfurt. Einmalig in Deutschland. Verschiedenste Zimmer wurden kreiert  - Schauspieler mimen die Patienten. Echte Medikamente runden die Illusion ab. Alles soll so real wie möglich sein. 300.000 Euro kostet der Trainingsbetrieb im Jahr. Ziel ist es, den Studenten Ängste zu nehmen - damit sie aus eigenen Fehlern lernen. Angehende Mediziner finden hier perfekte Trainingsbedingungen. Notfälle und Rettungsmaßnahmen unter Realbedingungen verlangen den Studenten dabei einiges ab. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Die angehenden Mediziner müssen schnell handeln.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 12.11.2018, 20:15 Uhr