Das Bundesverwaltungsgericht hat Städten und Gemeinden erlaubt, bei schlechter Luft Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhängen. Weitere Themen: Feinstaub durch Landwirtschaft: Seit Jahren verharmlost | Elektro-Lastenrad statt Auto – Wiesbadener Betriebe testen Pkw-Alternative | Keine Kostenerstattung nach Hagelschaden – defacto hilft | Zu wenig Heimplätze für Erwachsene mit Behinderung – Wie eine Mutter seit Jahren nach einer ortsnahen Betreuung sucht

Dicke Luft in der Stadt – Immer mehr Autofahrer klagen gegen Diesel-Hersteller

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Dieselfahrer befürchten nach dem Fahrverbots-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nun nicht mehr in die Städte zu kommen. Außerdem sinkt der Wert ihrer Fahrzeuge – Grund die Autohersteller zu verklagen. Das Oberlandesgericht Frankfurt bearbeitet allein seit Anfang des Jahres 2019  bereits 80 neue Verfahren. Die Anwälte haben gut zu tun. Die Gerichte ebenso. Umso ärgerlicher für diese, dass der VW-Konzern mit Diesel-Klägern immer mehr außergerichtliche Einzelvergleiche schließt. Für die meisten Diesel-Besitzer scheint sich ein Vergleich zu lohnen. Sie ziehen ihre Klage zurück. Ärgerlich für die Gerichte, die viel Arbeit in die Verfahren investiert haben. Der lachende Dritte ist VW, weil es  so nicht zu Grundsatzentscheidungen kommen kann, die am Ende Rechtssicherheit schaffen würden.

Feinstaub durch Landwirtschaft: Seit Jahren verharmlost

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Wenn von Feinstaub die Rede ist, denken die meisten an vielbefahrene Straßen, Dieselautos oder belastete Innenstädte - weniger an ländliche Regionen, freie Felder oder Tierställe. Dabei ist die Landwirtschaft eine der größten Verursacher der mikroskopisch kleinen Teilchen, die Lungen, Herz und Kreislauf erheblich schädigen können. Fachleute kennen das Problem schon länger; von der Politik dagegen wird es seit Jahren ignoriert. Jetzt gibt es eine neue Studie, die deutlich macht, wie dringend Handlungsbedarf besteht.

Elektro-Lastenrad statt Auto – Wiesbadener Betriebe testen Pkw-Alternative

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Fünf Betriebe in Wiesbaden wollen der Umwelt zuliebe Lastenräder statt Autos einsetzen.  Über einen Zeitraum von drei Monaten wird ihnen ein Lastenrad zur Verfügung gestellt. Aber was taugt so ein Gefährt eigentlich? Das Lastenrad ist schneller als das Auto, gerade in der Stadt. Das hat die Handwerkskammer seit September im täglichen Einsatz festgestellt, wenn Akten oder Gesellenstücke transportiert werden müssen. Auch Schreiner Sven Götze sieht für seinen Betrieb viele Vorteile: Keine Parkplatzsuche, schnelle und direkte Anfahrt zum Kunden. Aber es gibt auch Nachteile.  defacto hat die Lastenradfahrer einen Tag lang begleitet. Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Wie gut fährt sich das Rad? Kommt man gut durch den Verkehr und wie steht es um die Radwege in Wiesbaden?

Keine Kostenerstattung nach Hagelschaden – "defacto" hilft

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Brigitte Bossmann aus Waldkappel hat vor vielen Jahren eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Im Mai 2018 wüteten heftige Gewitter über weiten Teilen Hessens. Auch Brigitte Bossmann war betroffen: Während des Gewitters türmte sich nicht nur der Hagel vor ihrer Kellertür, sondern drückte sogar die verschlossene Außentür ein und drang in das Kellergeschoß ihres Hauses. Eine 1,50 hohe Hagelmasse bedeckte und zerstörte die komplette Kellerfläche. Der Sicherungskasten, der sich im Keller befand, schmorte durch. Telefonisch meldete sie bei ihrer Versicherung den Schadensfall. Ein Sachbearbeiter sagte ihr, dass eine Firma am nächsten Tag kommen werde, um die Hagelmasse zu entfernen. Aber nach nur drei Stunden wurden die Aufräumarbeiten unterbrochen, da die Versicherung mitteilen ließ, sie würden den Schaden am Wohngebäude doch nicht übernehmen. Gemäß der Versicherungsbedingungen ist Brigitte Bossmann aber durch ihre bestehende Wohngebäudeversicherung durchaus gegen Schäden durch Hagel und gegen Schäden, die durch unmittelbare Einwirkungen des Hagels an ihrem Haus entstehen, versichert. "Jetzt reicht’s" hat sich Brigitte Bossmann gedacht und defacto eingeschaltet.

Zu wenig Heimplätze für Erwachsene mit Behinderung – Wie eine Mutter seit Jahren nach einer ortsnahen Betreuung sucht

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Marion Prosser hat als alleinerziehende Mutter immer dafür gesorgt dass ihre behinderte Tochter Silke gut betreut wird. Silke ist Autistin, mit 34 Jahren lebt sie in einer spezialisierten Pflegeeinrichtung - an der Nordsee. Seit Jahren sucht ihre Mutter verzweifelt nach einem Betreuungsplatz in Hessen. Denn mittlerweile setzen ihr die langen Autofahrten zum regelmäßigen Besuch bei ihrer Tochter gesundheitlich mächtig zu. Doch wo sie auch sucht, es findet sich kein Betreuungsplatz in erreichbarer Nähe. Und sie ist kein Einzelfall. Viele Familien würden ihre Angehörigen gerne in einem hessischen Pflegeheim betreuen lassen. Doch in den Behinderteneinrichtungen gibt es keine freien Plätze, stattdessen aber lange Wartelisten.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 04.02.2019, 20:15 Uhr