Mit seiner Idee einer Grundrente hat Bundesarbeitsministers Hubertus Heil eine neue Debatte ausgelöst. defacto fragt nach, wie gerecht das Modell eigentlich wäre. Weitere Themen: Nächtelanges Schlangestehen vor der Ausländerbehörde – Der lange Weg zur Aufenthaltserlaubnis | Kein angemessener Rollstuhl – defacto hilft

Konzept gegen Altersarmut - Wie gerecht ist die Grundrente?

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Wenn es nach dem Willen des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil geht, soll jeder, der 35 Jahre oder länger gearbeitet hat, eine Rente von mindestens 900 Euro erhalten. Dabei wäre egal, ob jemand Teilzeit oder Vollzeit gearbeitet hat, ob er Kinder erzogen oder Familienmitglieder gepflegt hat. Ziel der Grundrente ist es, Geringverdiener zu unterstützen. So bekämen Arbeitnehmer, die 35 Jahre für den Mindestlohn gearbeitet hätten, derzeit nur eine Rente von etwa 517 Euro monatlich. Zu wenig- da sind sich alle einig. Bis zu vier Millionen Menschen könnten in Deutschland davon profitieren, besonders Frauen. Auch Rentner, die bisher aus Scham oder Unwissenheit keine Grundsicherung beantragen, würden mit dem neuen Modell eingeschlossen. Klingt erst einmal gut – doch es gibt Kritik – vor allem daran, dass die Pläne keine Bedürftigkeitsprüfung vorsehen. So werden Ersparnisse, Eigentum oder Einkünfte aus nicht-staatlicher Rentenvorsorge für die Grundrente außer Acht gelassen. Oder wer 34 statt 35 gearbeitet hat und dafür mehr eingezahlt hat, könnte am Ende schlechter dastehen als derjenige, der Grundrente bezieht. Ist das neue Modell gerecht oder ungerecht? defacto hat sich in Hessen umgehört. 

Nächtelanges Schlangestehen vor der Ausländerbehörde – Der lange Weg zur Aufenthaltserlaubnis

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Die Beschwerden über die Frankfurter Ausländerbehörde häufen sich. Betroffene bekommen ihre Termine viel zu spät, müssen stundenlang anstehen oder erreichen die Behörde telefonisch nicht. Auch bei Dennis Schmoltzi ist der Frust groß. Der Start-Up Gründer hat Mitarbeiter aus 30 Nationen und viele von ihnen haben seit Jahren Probleme mit der Behörde. Einer seiner Angestellten musste etliche Monate auf seine Aufenthaltserlaubnis warten, eine andere Mitarbeiterin musste ab 20 Uhr vor der Behörde die ganze Nacht warten, um am nächsten Morgen ihr Visum verlängern zu können. Auch die Frankfurter Uni fürchtet einen Imageschaden, viele ihrer 7.500 ausländischen Studierenden haben auch negative Erfahrungen mit dem Ausländeramt gemacht. Seit Jahren fordert die Universität daher eine Außenstelle der Behörde an der Uni. Bislang ist aber nichts passiert. defacto hat sich die Situation vor Ort angesehen und mit Betroffenen gesprochen.

Kein angemessener Rollstuhl – defacto hilft

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Ewald Staubach ist vor einigen Jahren an ALS erkrankt. Bei ihm ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass er seinen Kopf nur noch schlecht halten kann. Außerdem sacken seine Beine weg, da er in den Muskeln keine Kraft mehr hat. Dadurch stürzt er sehr oft und zieht sich schwere Verletzungen zu. Ewald Staubach kann sich nur sehr schwer selbst bewegen. Aber auch seine Lebensgefährtin kann ihn nicht mehr hochziehen, da sie ein starkes Rückenleiden hat. Im Juli beantragte die Klinik für ihn einen Rollstuhl mit Aufstehfunktion, dieser wurde auch von der Knappschaft bewilligt. Aber seither streiten die Krankenkasse und der MDK mit Familie Staubach, welches Rollstuhl-Modell ihm nun konkret zusteht. Den teuren, aber notwendigen, Rollstuhl sah die Kasse als unangemessen und zahlte nicht. "Jetzt reicht’s" haben sich Ewald Staubach und seine Lebensgefährtin gedacht und defacto eingeschaltet.

Fortnite - Das Virus im Kinderzimmer

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Fortnite ist aktuell das populärste Videospiel der Welt. Kostenlos und für jede Plattform zu haben - vor allem Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe. Das Spiel gilt gemeinhin als harmlos - eine witzige Cartoon-Optik und ein niedriges Brutalitätslevel lassen selbst strenge Eltern weich werden. Doch das Spiel besitzt ebenfalls ein erhebliches Suchtpotential - sagen Experten. Zudem gibt es Ingame-Käufe, für die viele Spieler viel Geld lassen. Wir blicken hinter die Mechanismen von Fortnite und geben Ratschläge, wie man vernünftig mit dem Spiel umgehen kann.

Früher war alles besser? defacto überprüft "gefühlte Wahrheiten"

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Wer kennt das nicht: irgendwas stimmt nicht, man fühlt sich unsicher, kann aber gar nicht so genau sagen, woran das liegt. Gefühlte Ängste! Aber haben sie auch einen realen Hintergrund? "defacto" hat den Test gemacht. Zu klassischen Ängsten wie Furcht vor Einbrüchen, Baumsterben oder Unfallgefahr haben wir die Statistik herangezogen. Wir wollten wissen: sind die Ängste berechtigt oder sagen die Zahlen etwas anderes? Eine Erkenntnis vorneweg - die Vergangenheit wird oft verklärt.

Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 11.02.2019, 20:15 Uhr