2025 fehlen bundesweit mindestens 26.000 Grundschullehrer. Ans Lehrerpult werden nun immer mehr Pensionäre, Studierende oder vermehrt Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung geschickt. Weitere Themen: Warum das Land Hessen einen Bericht über die Kassler Neonazi-Szene geheim hält | Überfüllte Notfallambulanzen | Keine Kostenübernahme für Rollstuhl-Aufrüstung

Notstand im Klassenzimmer

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Petra Bollmann steht umringt von Grundschülern im Klassenraum.
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Der Lehrermangel wird in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen. 2025 fehlen bundesweit mindestens 26.000 Grundschullehrer und Grundschullehrerinnen. Ausgerechnet die Jüngsten leiden massiv unter dem Personalmangel, wenn es um die ersten Schritte in die Welt des Wissens geht. Ans Lehrerpult werden nun immer mehr Pensionäre, Studierende oder vermehrt Akademiker ohne jegliche pädagogische Ausbildung geschickt, sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger.

Der Lehrerverband schätzt, dass schon jetzt etwa 40.000 Stellen mit ihnen besetzt sind.  Genau dort, wo die besten Lehrer gebraucht würden, unterrichten die meisten Quereinsteiger: an Brennpunktschulen. Ungelerntes Personal spart auch Geld: besonders die Seiteneinsteiger haben meist befristete Arbeitsverträge. Der hr hat einen Selbstversuch gestartet und eine Reporterin mehrere Wochen an einer Grundschule in Wiesbaden unterrichten lassen. defacto zeigt, welche Erfahrungen sie gesammelt hat und geht der Frage nach: Was ist uns überhaupt ein Grundschulkind wert?

Unter Verschluss -  Warum das Land Hessen einen Bericht über die Kassler Neonazi-Szene geheim hält

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Tatverdächtiger im Mordfall Lübcke beim Wahlkampf für die NPD in Kassel
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Medien, Bürger, Parlamentarier dürfen den Bericht nicht einsehen. Einzig Mitglieder der parlamentarischen Kontrollkommission können Einblick nehmen, verpflichten sich aber dazu, über ihre Erkenntnisse kein Wort zu verlieren. Kann Kontrolle so funktionieren? Was ist so geheim, dass es von der Öffentlichkeit abgeschirmt werden muss? defacto hat sich auf Spurensuche begeben und spricht unter anderem mit Parlamentariern, Journalisten und Anwälten über das Vorgehen des Verfassungsschutzes.

Überfüllte Notfallambulanzen - Wenn der Schlaganfall nicht rechtzeitig erkannt wird

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Es sind Missstände, die vielen Patienten die Gesundheit kosten und einigen Betroffenen sogar das Leben. Die Rede ist von der Notfallversorgung in unseren Krankenhäusern. Denn wer in eine Klinik- Notfallambulanz kommt, kann noch lange nicht sicher sein, dass ihm dort schnell und erfolgreich geholfen wird. Auch Nicole Guse aus dem nordhessischen Immenhausen hat diese Erfahrung machen müssen. Sie erlitt einen Schlaganfall, doch in der Notaufnahme der Klinik wurde der nicht erkannt. Mit schlimmen Folgen.

Keine Kostenübernahme für die Rollstuhl-Aufrüstung - defacto hilft

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Carola Lotz aus Ronneburg leidet an Multipler Sklerose. Seit 2016 sitzt sie dauerhaft im Rollstuhl. Aufgrund der fortschreitenden MS-Erkrankung und der daraus resultierenden Kraftminderung in den Armen, braucht Frau Lotz nun mehr Hilfe. Sie beantragt daher einen sogenannten E-Fix, damit sie ihren manuellen Rollstuhl in Teilen elektronisch aufrüsten kann.  Dafür hat sie auch eine ärztliche Verordnung. Doch ihre Krankenkasse lehnt den Antrag ab. Obwohl Carola Lotz Widerspruch einlegt, geht es nicht voran. Daher wendet sie sich an defacto.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 11.11.2019, 20.15 Uhr