Gerhard Fängler aus Lahnau wurde 16 Stunden lang in den Lahn-Dill-Kliniken fixiert, ohne richterliche Genehmigung. Kein Einzelfall? defacto hakt nach. Weitere Themen: Warum sich Hausbesitzer in Hessen enteignet fühlen | Endloses Warten auf den bezahlten Mähroboter – jetzt reicht‘s

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Defacto - 21.10.2019
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Vor wenigen Wochen hat defacto über den erschütternden Fall des Parkinson-Kranken Gerhard Fängler aus Lahnau berichtet. Er wurde 16 Stunden lang in den Lahn-Dill-Kliniken fixiert, ohne richterliche Genehmigung. Das ist laut Gesetz eine rechtswidrige Handlung und Freiheitsberaubung. Inzwischen hat sich das Wetzlarer Krankenhaus bei Gerhard Fängler und seinen Angehörigen gemeldet. defacto hat die Familie erneut besucht. Der Fall von Gerhard Fängler ist auf eine breite Resonanz gestoßen. Wir haben viele Zuschriften und Hinweise von Zuschauern bekommen, denen wir nun nachgehen. 

Mord in einer Hanauer Sekte? Prozessbeginn nach 30 Jahren

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Defacto - 21.10.2019
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Bereits 2015 haben Aussteiger defacto gegenüber von einer Sekte in Hanau berichtet. Die Aussteiger erheben schwere Vorwürfe. So sollen Kinder der Sektenmitglieder von der Anführerin misshandelt worden seien. Ein Junge ist 1988 verstorben. Vor einigen Jahren fing die Staatsanwaltschaft Hanau an zu ermitteln und hat dann Anklage wegen Mordes gegen die Sektengründerin erhoben. Jetzt hat sich defacto erneut mit Aussteigern getroffen und gefragt, wie es den Betroffenen vor Beginn des Mordprozesses geht.

Denkmalschutz contra Bürger - Warum sich Hausbesitzer in Hessen enteignet fühlen

Architektonisch ist die Siedlung "Roter Hang" in Kronberg zweifellos etwas Besonderes. Die weißen Bungalows sind laut Landesamt für Denkmalpflege "deutschlandweit ein bedeutendes Beispiel einer einheitlich geplanten und weitgehend unverändert erhaltenen Siedlung im Stile der Architektur der 1960er Jahre". Deshalb hat die Behörde die komplette Siedlung unter sogenannten Ensembleschutz gestellt.

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Defacto - 21.10.2019
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Blöd nur, dass die Besitzer der Häuser darüber nicht informiert wurden - obwohl es sie persönlich betrifft. Denn wer jetzt an der Außenfassade seines Hauses etwas ändern will, muss vorher die Denkmalschutzbehörde fragen. Die verlangt: Original-Lampe aus den 1960er-Jahren, Original-Tür, Original-Briefkasten, selbst die Bepflanzung der Blumenbeete gibt die Behörde vor. Die Eigentümer gehen deshalb jetzt auf die Barrikaden, weil sie sich enteignet fühlen. Das Beispiel aus Kronberg ist kein Einzelfall. In vielen hessischen Kommunen gibt es regelmäßig Konflikte wegen des Denkmalschutzes. Auch weil der Gesetzgeber alles andere als klare Vorgaben macht. 

Endloses Warten auf den bezahlten Mähroboter – jetzt reicht‘s 

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Defacto - 21.10.2019
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Gerade bei großen Möbeln oder Elektrogeräten ist das Bestellen im Internet besonders praktisch. Nach wenigen Tagen werden sie bequem direkt nach Hause geliefert. Das dachte sich auch Günther Meyer aus Melsungen. Er wohnt auf einem Hanggrundstück mit großer Rasenfläche. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst den Rasen mähen kann, informierte er sich über einen voll-elektrischen Rasenmähroboter. Anfang August bestellte der 70-Jährige einen solchen Rasenmäher für über 900 Euro. Obwohl Günther Meyer das Geld sofort überwiesen hat, kam der Roboter nie an. Ein Fall für: "jetzt reichts!"

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 21.10.2019, 20:15 Uhr