Im Oktober 2018 hat "defacto" die Mieter der Eisenstraße in Wetzlar besucht. Ihre Sorgen waren groß, denn die Firma Bosch wollte ihre Wohnungen verkaufen. Die rund 1.000 ehemaligen Buderus-Werkswohnungen in Wetzlar und Lollar sollten in einem Bieterverfahren veräußert werden.

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Ulrich Scheliga wohnt seit 52 Jahren in einer der günstigen Wohnungen in Wetzlar. Er und die anderen Mieter hatten Angst, dass Bosch die Wohnungen an einen Immobilienhai verkaufen würde, der die Wohnungen dann luxussaniert.

Das hätte für ihn und rund 2.500 Mieter bedeutet, dass sie sich die Mieten nicht mehr leisten könnten. Nach der "defacto"-Berichterstattung haben sich nun Neuigkeiten ergeben: Die Wohnungen wurden an die Nassauische Heimstätte verkauft. Das größte hessische Wohnungsunternehmen hat angekündigt, dass die Mietverträge unberührt und die Wohnungen bezahlbar bleiben. "defacto" hat daraufhin Ulrich Scheliga und seine Nachbarn noch einmal besucht.

Verbrennen statt verwerten – Was der Shoppingwahn für die Umwelt bedeutet

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Volle Tüten und klingelnde Kassen, gerade in der Weihnachtszeit und dem darauffolgenden Ausverkauf kommen Kunden und Einzelhändler auf ihre Kosten. 60 Kleidungsstücke pro Jahr werden durchschnittlich pro Person gekauft. Die Textilbranche boomt. Immer mehr Kleidung wird in immer kürzerer Zeit konsumiert. Das Phänomen nennt sich "Fast Fashion".

Häufig werden die Kleidungsstücke dann nur einige Male getragen, bevor sie wieder aussortiert werden. Bei der günstig produzierten und meist minderwertigen Kleidung ist das anschließende Recycling aber ein Problem. Statt als Hilfslieferung in Krisengebiete oder als recyclebares Material wandert vieles in den Müll. "Da wir dieses Material auch nicht mehr als Putzlappen absetzen können, erhöhen sich unsere Kosten für die Müllverbrennung" erklärt Ulrich Müller, Geschäftsführer der Deutschen Kleiderstiftung. "defacto" hat sich die Problematik und die daraus resultierenden Konsequenzen näher angeschaut.

Neues aus alter Bettwäsche – Wie eine Kassler Firma ein Zeichen gegen das Wegwerfen setzt

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Mehr Bewusstsein für den Wert der Kleidung schaffen, das ist das Ziel von Kira Kimm. Als die Kasselerin vor fünf Jahren ihr Mode-Label gegründet hat, waren das Thema Umweltschutz und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit noch nicht in aller Munde. "Upcycling" ist bei ihr das Zauberwort. Aus alter Wäsche wird neue gemacht.

Ihre Bestseller sind Boxershorts aus Bettwäsche. Die kosten über 22 Euro, sind also kein Schnäppchen. Aber das sollen sie auch ganz bewusst nicht sein. Die zu verarbeitende Wäsche stammt größtenteils aus Spenden. Das Lager platzt schon jetzt aus allen Nähten, ihr Konzept scheint also aufzugehen.

Kein Strom vom Balkon- Warum sich die Stadt Frankfurt gegen kleine Solaranlagen versperrt

Es könnte ganz einfach sein: Ein Solarmodul je 300 Watt oder zwei. Stehend oder hängend am Balkon. Ein kleiner Stecker, fertig. Schon kann eigener Strom direkt ins Haus fließen. Thomas Klee aus Frankfurt hat diesen Traum. Vor einiger Zeit hörte er von den kleinen dezentralen Solaranlagen. Die Module passen bei ihm exakt an das Balkongitter. Auch die Montage wäre völlig unkompliziert.

Doch die Stadt hat ihn brüsk gestoppt. Seltsam. Denn in anderen hessischen Städten ist das Anbringen von solchen Solarmodulen gar kein Problem. Warum gibt es in der Main-Metropole Hindernisse für dezentrale Energie-Ideen? "defacto" ist der Sache nachgegangen.

Keine Kostenübernahme der Stoma-Versorgung – defacto hilft

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Heinz-Dieter Hummel aus Babenhausen hat eine schwere Zeit hinter sich. Er pflegte seine Frau bis zu ihrem Tod vor einigen Jahren. Vor zwei Jahren erhält er die Diagnose, dass er selbst an Darmkrebs erkrankt ist. Nach Operation und Chemotherapie hat der 70-Jährige einen künstlichen Darmausgang. Regelmäßig wird dieser von einer Fachkraft gereinigt.

Bisher hat seine Krankenkasse die Kosten der sogenannten Stomapflege übernommen. Bis die Kasse plötzlich die Kostenübernahme einstellt und ihm schreibt, er sei selbst in der Lage diese Pflege durchzuführen. Auch mehrere Atteste seiner behandelnden Ärzte, die bestätigen, dass er nicht in der Lage sei, sich hygienisch sicher um den künstlichen Ausgang zu kümmern, können die Kasse umstimmen. "Jetzt reicht's" denkt sich Heinz-Dieter Hummel und wendet sich an "defacto".


Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 13.01.2020, 20:15