Wie steht es um die Hygiene beim Imbiss, beim Bäcker oder der Lieblings-Pizzaria um die Ecke? Auf der neuen Online-Plattform „Topf Secret“ von der Verbraucherorganisation Foodwatch und der Initiative "Frag den Staat" sollen Verbraucher genau das erfahren können. Weitere Themen: Albtraum Au-Pair in Deutschland – Ausgebeutet statt integriert | im Monopol - Wie Fernwärme-Kunden um Anbieter-Freiheit kämpfen | Probleme mit verunreinigtem Leitungswasser – defacto hilft | Knochenjob Landwirt - defacto macht den Selbstversuch

Das könnte sich lohnen, denn bei jeder vierten Kontrolle – so Foodwatch – stießen Lebensmittelkontrolleure auf Mängel. Bisher weiß der Verbraucher nicht, ob ein Restaurant bei Kontrollen durchgefallen ist und nachbessern muss. Nur bei schweren Fällen machen die Behörden die Verstöße öffentlich. Foodwatch will das mit der Online-Plattform nun ändern. Bereits ein Tag nach dem Start der Plattform haben Verbraucher die Veröffentlichung von 4.500 Hygiene-Berichten bei den Behörden beantragt. Und die sind durch die Flut an Anfragen total überlastet. Allein in Frankfurt gibt es rund 80 Anfragen pro Tag. Heftige Kritik kommt vom Gastronomie-Gewerbe: Das Angebot habe nichts mit Verbraucherschutz zu tun, sondern sei "reiner Populismus". Die Gastronomen dürften nicht zu Unrecht an den öffentlichen Pranger gestellt werden. defacto fragt: wie sinnvoll ist die Transparenzoffensive? 

Albtraum Au-Pair in Deutschland – Ausgebeutet statt integriert

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Sie kommen nach Deutschland und wollen vor allem an einem Kulturaustausch teilnehmen. Doch statt Land und Leute kennenzulernen, werden die jungen Mädchen von ihren Gastfamilien oft ausgebeutet. Lange Arbeitstage und Putzen stehen auf der Tagesordnung. Marita Grammatopoulos und Susanne Flegel vom Au-Pair-Hilfe Verein retten hilflose Mädchen aus ihren Familien. defacto hat die beiden mehrere Monate begleitet.

Zerborstene Fenster, aufgebrochene Türen, Berge von Müll - Warum eine Hanauer Wohnsiedlung immer weiter verfällt

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Die 13 Häuser der Siedlung am Kinzigheimer Weg in Hanau drohen zu verfallen. Die meisten Mieter sind längst ausgezogen, weil die überfällige Sanierung nicht in Sicht ist.

Dabei war gerade die Sanierung der Auftrag der städtische Baugesellschaft an die Investoren, die jene ehemalige Arbeitersiedlung vor zehn Jahren kauften. Doch eine Sanierung gab es nie, stattdessen wurde die Siedlung von einem Investor an den nächsten verkauft. Die Stadt vermutet, es gehe mittlerweile nur noch um Spekulation mit der Immobilie. Während die Häuser verkommen, steigt der Preis. 2009 verkaufte die Baugesellschaft die Siedlung für 2,4 Millionen Euro, zuletzt sollte ihr Verkauf einem Investor 9,9 Millionen Euro einbringen. defacto versucht die Hintergründe zu beleuchten und ist auf Spurensuche gegangen.

Gefangen im Monopol - Wie Fernwärme-Kunden um Anbieter-Freiheit kämpfen

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Heizkosten miteinander vergleichen und bei Bedarf den Gas- oder Ölanbieter wechseln: Für viele Hessen ist das eine Selbstverständlichkeit. Doch diese Freiheit haben etliche Fernwärme-Kunden nicht, zum Beispiel in Dietzenbach. Dort hat die Kommune einen so genannten Anschluss- und Benutzungszwang erlassen. Das heißt im Klartext: Die Verbraucher sind gezwungen, die Fernwärme zu beziehen. Und es gibt dort auch nur einen einzigen Fernwärme-Anbieter, nämlich den kommunalen Versorger. Im Vergleich zu Öl oder Gas zahlen die Dietzenbacher für die Fernwärme im Monat etwa doppelt so viel für den Verbrauch. Nutzt hier ein Monopolist seine Regionalmacht aus? Der Ärger bei den Fernwärme-Kunden ist jedenfalls groß. Auch deshalb, weil viele Fernwärme-Anbieter in Deutschland äußerst komplizierte mathematische Preis-Formeln anwenden, die kein Kunde auf Anhieb durchschauen kann. Das belegt eine aktuelle, noch nicht veröffentlichte Fernwärme-Studie des Bundesverbands Verbraucherzentrale, die defacto vorliegt.  Durch veraltete Gesetze haben die kommunalen Versorger weiterhin große Freiheiten - ganz im Gegensatz zu ihren Kunden.

Probleme mit verunreinigtem Leitungswasser – defacto hilft

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Giovanni Modica lebt seit über 40 Jahren gerne in seiner Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel. Aber eines Morgens, im Frühjahr 2018, kommt plötzlich nur noch bräunlich verfärbtes Wasser aus den Wasserleitungen. Duschen und Haare waschen ist so nicht mehr möglich, für Tee und Kaffee kauft er Mineralwasser im Supermarkt. Ein halbes Jahr duscht er bei Freunden und Nachbarn. All seine Anrufe, Briefe und sogar ein Anwaltsschreiben an seinen Vermieter, das Wohnungsunternehmen Vonovia, bleiben unbeantwortet. Der gebürtige Italiener weiß nicht mehr weiter und wendet sich an defacto.

Knochenjob Landwirt - defacto macht den Selbstversuch

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defacto-Reporterin Christine Siepe hat einen Tag lang kräftig auf einem Bauernhof in der Wetterau mitangepackt. Der Hof von Landwirtin Silke Vogel hatte vor einigen Jahren von einem herkömmlichen Betrieb auf einen Bio-Hof umgestellt. Damals lebten 256 Tiere auf engstem Raum. Jetzt haben sie noch 96 Schweine und um diese kümmern sie sich intensiv. Welche Arbeiten fallen an, wie hart ist der Job auf dem Hof? defacto hat es ausprobiert.


Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 28.01.2019, 20:15 Uhr