Viele Hessen verzichten sieben Wochen zum Beispiel auf Zucker, Fernsehen, ihr Auto oder das Handy. defacto fragt nach, warum Fasten im Moment so hip ist. Außerdem: Zahnarzthelferinnen - Kampf um qualifizierten Nachwuchs | Als Quereinsteiger in die Schule – Neue Lehrer braucht das Land | Preisschock auf dem Friedhof – Schwalmstädter müssen für die "letzte Ruhe" kräftig blechen | Keine Langzeitverodnung für die Physiotherapie – defacto hilft | Die "Lokalzeitung zum Hören" – Originelles ehrenamtliches Engagement in Rüsselsheim

defacto fragt: Warum fasten Sie?

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Fasten ist hip - sieben Wochen ohne Plastik, Fernsehen, Auto, Handy, Facebook –-die Fastenzeit wird zunehmend auch außerhalb der christlichen Kirchen von vielen Menschen genutzt, um einen - kurzfristig - veränderten Umgang mit alten Gewohnheiten zu erproben. Zu einem Leben ohne Einwegverpackungen ruft die Kampagne "Sauberhaftes Hessen" des Hessischen Umweltministeriums auf, die Kirchen zu Autofasten, der Lebensmittelkonzern REWE verkauft unter der Überschrift "Fasten Reloaded" vegetarische und vegane Kost. Was der Sinn des Verzichtens ist und warum dieses Ritual  mittlerweile sogar einen kommerziellen Hype erfährt, findet Franco Foraci für defacto heraus.

Zahnarzthelferinnen - Kampf um qualifizierten Nachwuchs

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Zunehmend mehr Zahnärzte finden keine Auszubildenden für den Beruf der zahnmedizinischen Fachkraft mehr. Das Image des Berufes ist bescheiden. Die Schulbildung der Bewerberinnen allerdings auch, beklagen die Zahnärzte. Verlässlichkeit und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber sind keine verbindlichen Tugenden mehr. Ausbildungsabbrüche und gekündigte Arbeitsverhältnisse, am Ende geht das zu Lasten der Patienten. Denn ohne eine Hilfe am Behandlungsstuhl geht gar nichts. defacto will wissen, woran das liegt.

Als Quereinsteiger in die Schule – Neue Lehrer braucht das Land

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Auch die Lage auf dem Lehrermarkt ist dramatisch. Deutschlandweit fehlen laut Lehrerverband 40.000 Lehrkräfte. In ihrer Not greifen Schulen jetzt auf Lehrer aus anderen Berufen zurück. Die Quereinstiegsmaßnahme "QUEM" des hessischen Kultusministeriums macht es möglich. Die neuen Lehrer werden berufsbegleitend pädagogisch weiterqualifiziert. Funktioniert das Konzept? "defacto" hat zwei Quereinsteiger in ihrem neuen Arbeitsalltag begleitet.

Preisschock auf dem Friedhof – Schwalmstädter müssen für die "letzte Ruhe" kräftig blechen

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Drei Wochen nach der Beerdigung ihrer Mutter bekommt Christa Donath vom Friedhofsamt Schwalmstadt eine Rechnung zugesandt, die es in sich hat: Über 4.000 Euro soll sie für die Beisetzung und das Grab bezahlen! "Ich war fassungslos, wusste überhaupt nicht, wie dieser Betrag zustande kam", erzählt sie. Und sie ist nicht die einzige Betroffene, die von der extrem hohen Rechnung schockiert ist. Das ist umso erstaunlicher, weil die Gebühren in der Nachbargemeinde bei weitem nicht so hoch sind. "defacto" will wissen, wie es zu diesen horrenden Summen kommt.

Keine Langzeitverodnung für die Physiotherapie – defacto hilft

Felix Solbach leidet seit 18 Jahren an einem spastischen Schiefhals. Der 36jährige Erzieher aus Groß-Zimmern muss viel trainieren, bekommt außerdem Botox-Behandlungen, um die Hals- und Rückenmuskulatur kurzzeitig zu lähmen. Vor allem aber die Physiotherapie hilft ihm sehr. Deshalb beantragt er eine Langzeitverordnung. Doch seine Krankenkasse lehnt ab.

Felix Solbach kontaktiert daraufhin defacto. Bei unserer Recherche finden wir heraus, dass die Erkrankung von Felix Solbach in der Indikationsliste steht, um eine Langzeitverordnung zu genehmigen. "Jetzt reicht’s", denken wir uns und nehmen uns dem Fall an.

Die „Lokalzeitung zum Hören“ – Originelles ehrenamtliches Engagement in Rüsselsheim

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Freitag früh um 9 heißt es: „Regler auf“. Dann lesen Ehrenamtler in Rüsselsheim aus den Lokalnachrichten vor. So können alle erfahren, was in der Stadt passiert, auch Sehbehinderte und Blinde. Oder Arme, die sich keine Zeitung leisten können. Am Ende steht die Auswahl aus Nachrichten, Kommentaren und Terminen, aus Rüsselsheim und den umliegenden Orten. Politik, Kirche, Kultur, von allem etwas. Insgesamt hat die Gruppe rund ein Dutzend Aktive, die sich beim Vorlesen abwechseln. Einige sind schon seit 2006 dabei, damals ging die Hörzeitung erstmals auf Sendung. Bis heute finden sie immer wieder Nachwuchs. Alle hier haben große Freude am Radio Machen, umso mehr weil sie damit auch noch Gutes tun können.

Moderation: Robert Hübner

Sendung: hr-fernsehen, "defacto", 18.03.2019, 20:15 Uhr