Enge Zimmer, spartanische Ausstattung, schäbige Gemeinschaftsküchen. Rund 8000 Bürger müssen in Frankfurt übergangsweise untergebracht werden. Der Grund: Mangel an sozialem Wohnraum. Die Stadt ist zur Unterbringung verpflichtet, um die Bürger vor Wohnungslosigkeit zu schützen. In ihrer Not greift sie zum Teil auf fragwürdige Hotels und Wohnheime zurück. So sind bei einem Wohnheim seit Monaten Fensterscheiben und die Eingangstür kaputt. Unhaltbare Zustände, und das, obwohl der Betreiber dort für ein Zimmer über 900 Euro im Monat kassiert. Zuständig für die Vermittlung und die Kontrolle dieser Unterkünfte ist der "Evangelische Verein für Wohnraumhilfe". Was ist das für ein Verein? Beim Versuch, mehr über seine Arbeit herauszufinden, stoßen die Reporter auf einige Hürden.