Heiler und Heilpraktiker bieten Therapien gegen Migräne oder Tinnitus an, manche aber auch gegen Krebs. Das ist gefährlich, denn sie versprechen Heilung und raten oft von lebensrettenden Behandlungen ab. Während der Corona-Pandemie haben sich einige von ihnen zu Gruppen wie den Querdenkern zusammengeschlossen, um gegen den Staat zu demonstrieren. Manche rufen sogar zum Umsturz auf.

Alternative Medizin boomt in Deutschland. Während Ärzte eine jahrelange, theoretische und praktische Ausbildung machen und die Wirksamkeit ihrer Methoden nachgewiesen sein müssen, ist das bei Naturheilern, Heilpraktikern und Geistheilern ganz anders. Sie alle müssen nicht nachweisen, ob ihre Methoden wirksam sind oder nicht. Sie bieten Therapien gegen Migräne oder Schnupfen – manchmal aber auch gegen Krebs und das kann schnell lebensgefährlich sein. Chemotherapie oder klassische Schulmedizin zur Behandlung lehnen sie ab. Vermeintlich "sanfte" Medizin wird so schnell zur Gefahr für Leib und Leben.

Während der Pandemie haben sich viele Heiler, Anthroposophen und Esoteriker zusammengeschlossen und sind gemeinsam auf die Straße gegangen, um gegen den Staat zu demonstrieren, waren erstmals in großen Gruppen öffentlich sichtbar. Und: sie wurden politischer. So riefen einzelne zum Sturm des Reichstages auf oder zum Sturz der Regierung. In unserer Reportage "Gefährliche Heiler – sanft gegen Krebs, aggressiv gegen den Staat" recherchieren wir undercover, besuchen angebliche Heiler und blicken hinter ihre Methoden und Denkmuster.

Ein Film von Stefan Venator aus der Reihe "defacto"