Von der US-Airbase in Wiesbaden aus haben sich giftige Schadstoffe ausgebreitet, belasten inzwischen das Grundwasser und benachbarte Bäche. Darüber hat defacto im Februar erstmals berichtet. Es handelt sich um so genannte PFC, per- und polyfluorierte Chemikalien. Die Stoffe stammen vor allem vom Löschschaum der Feuerwehr, den das US-Militär auf dem Stützpunkt seit langem zur Brandbekämpfung einsetzt. Seit der ersten Berichterstattung ist einiges passiert: Die Behörden haben eine Arbeitsgruppe zur PFC-Kontamination gebildet. Auf Feldern, in Bächen, Teichen und einer Kleingartenanlage nehmen sie zusätzliche Wasser- und Bodenproben. Auf der Domäne Mechtildshausen, einem Biobetrieb, wurden sogar Feldfrüchte zur Analyse ins Labor geschickt. Der Umweltausschuss der Stadt Wiesbaden und des Hessischen Landtags hat sich mit der PFC-Belastung auseinandergesetzt. Die Frage bleibt: Sind US-Army und Behörden in der Vergangenheit zu nachlässig mit den Giftstoffen umgegangen?