Vor wenigen Wochen fegte ein Unwetter über Hessen. Keller liefen voll, Bäume stürzten um und in einigen Orten gab es sogar einen Stromausfall. In diesem Fall wurde das schnell wieder behoben. Was aber, wenn ein Blackout über Tage oder Wochen anhält? Dann geht kaum mehr etwas, sagt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Und das Risiko für einen längeren Stromausfall steigt. Das will das 600-Seelen-Dorf Ziegenhagen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis nicht akzeptieren und macht etwas hessenweit Einzigartiges: Eine Bürger-Projektgruppe erstellt einen maßgeschneiderten Notfallplan für den Fall eines längeren Stromausfalls. Um gewappnet zu sein, wenn es weder Heizung, Trinkwasser, Nahrung noch Kommunikation gibt. Die Ziegenhagener wollen im Fall der Fälle unabhängig von der Rettung von außen sein. Mit einem detaillierten Blackout-Szenario klappert das Team die Häuser der Nachbarn ab und erfragt, wo die Schwachstellen liegen. Ein Dorf sorgt vor.