Mehrere Wochen sind vergangen, seitdem Tobias R., ein deutscher Rassist, zehn Menschen und dann sich selbst erschossen hat. Die Betroffenheit war groß, in ganz Deutschland und vor allem in Hanau. Dort nahmen am Sonntag nach den Morden rund 16 000 Menschen an einem großen Trauermarsch teil. Auffällig war: in der Menge gab es viele türkische Flaggen und mehrere "Allahu akbar", "Gott ist groß"-Rufe. Augenzeugen berichten defacto gegenüber, dass einzelne Gruppen versucht haben sollen, sich in den Vordergrund zu drängen um den Trauermarsch zu ihren Zwecken zu nutzen. Auch sollen Repräsentanten nationalistischer, türkischer Verbände sich mit den Opferfamilien inszeniert haben. Experten sprechen von einer "gnadenlosen Instrumentalisierung der Opferfamilien und des Anschlags". Stimmen die Vorwürfe? Was verbirgt sich dahinter? "defacto" geht auf Spurensuche.