Bio-Abfall ist ein wertvoller Rohstoff. In Kompostierungsanlagen entsteht Biogas zur Stromerzeugung – wenn alles glatt läuft und in den Bio-Tonnen ausschließlich organische Abfälle landen. Leider ist das nicht die Realität.

So landet Plastik in der Komposterde

Videobeitrag

Video

zum Video Plastikpartikel in der Komposterde

defacto020919
Ende des Videobeitrags

Häufig werden wahllos alle möglichen Abfälle in die Bio-Tonnen geworfen. In Frankfurt sind das sage und schreibe 1.000 Tonnen im Jahr. Einen Riesenproblem für die Mitarbeiter der Frankfurter Kompostierungsanlage: Sie müssen die Tonnen an Plastikmüll mühsam aus dem Bioabfall heraus sieben. Und trotz größter Sorgfalt lässt sich der Plastik-Müll nie komplett herausfiltern.

Die Folge sind Plastikpartikel im Endprodukt, der Komposterde, die dann die Umwelt verschmutzt. Das verärgert die Betreiber der Kompostieranlage genauso wie die Kunden, die regelmäßig Plastikmüll in ihren Beeten finden. In Frankfurt versucht die Entsorgungsgesellschaft FES deshalb derzeit, über die richtige Mülltrennung aufzuklären. 

Cannabis gegen Schmerzen: Trotz Zulassung zahlt Kasse nicht  – "defacto" hilft

Videobeitrag

Video

zum Video Cannabis gegen Schmerzen – Trotz Zulassung zahlt Kasse nicht

defacto020919
Ende des Videobeitrags

 Anneliese Pulz ist seit einem schweren Sturz vor acht Jahren und einem darauf folgenden Unfall schwerstbehindert. Sie leidet unter schweren, chronischen Schmerzen. Die meiste Zeit liegt sie im Bett. Manchmal steht sie für kurze Zeit auf, dann ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen.

Anfangs erhielt sie gegen die starken Schmerzen hochdosiertes Morphium und diverse Schmerztabletten. Die Folge waren erhebliche Darmprobleme. Und die Schmerzen hörten nicht auf. Auf einer Schmerzskala lagen sie weiterhin bei sieben bis neun. Die Ärzte hielten sie für austherapiert.

Als letztes Mittel beantragte ihr Schmerztherapeut bei der Krankenkasse die Übernahme der Kosten für Cannabis in Form von Dronabinol-Tropfen. Das half: Sie hatte keine Schmerzen mehr und keine Darmprobleme. Doch trotz Zulassung des Medikamentes verweigert die Kasse die Kostenübernahme. Jetzt reicht's!

Gutes oder schlechtes Trinkwasser - Wie sinnvoll sind Wasserfilter? 

Videobeitrag

Video

zum Video Gutes oder schlechtes Trinkwasser - Wie sinnvoll sind Wasserfilter?

defacto020919
Ende des Videobeitrags

Wasserfilter sollen Trinkwasser von Schadstoffen befreien. Doch kaum ein Wasser wird in Deutschland so gut und streng überwacht wie unser Leitungswasser. So schreibt es die Trinkwasserverordnung vor. Leitungswasser darf keine Stoffe und Krankheitserreger in gesundheitsgefährdenden Konzentrationen enthalten. Trotzdem tauchen immer wieder Gerüchte auf, dass das Wasser nicht so gut sei, wie immer behauptet würde. Es könne Keime enthalten, mit Nitrat und Blei belastet sein. Außerde enthalte es womöglich Medikamentenrückstände. Wasserfilter ja oder nein – "defacto" hat sich schlau gemacht.

Vorbildliche Pflege – Wie es die Dänen machen  

Videobeitrag

Video

zum Video Vorbildliche Pflege – Wie es die Dänen machen

defacto020919
Ende des Videobeitrags

Anders als in Deutschland sind Pflegerinnen und Pfleger grundsätzlich bei der Kommune angestellt. Pflege ist dort eine öffentliche Aufgabe und wird aus Steuergeldern finanziert. Darüber hinaus werden Pflegekräfte angemessen bezahlt und der Beruf ist gut angesehen. Pflege fängt hier viel früher an, nicht erst, wenn die Menschen bereits Pflegefälle geworden sind. Die Pflegerinnen und  Pfleger kommen auch mal nur zum Medikamente sortieren oder um beim Baden zu helfen. Ab dem Alter von 75 Jahren hat jeder Däne und jede Dänin Anspruch auf präventive Hausbesuche. So kann oft der Umzug in ein Pflegeheim vermieden werden. Die Pflegeheime gehören in Dänemark ebenfalls den Kommunen und die Unterbringung ist für jeden Dänen und jede Dänin von einer Grundrente (die jeder Däne erhält) gut finanzierbar. defacto blickt über die Grenze.  

Kampf gegen Ärztemangel  – Gemeindeschwestern entlasten Hausärzte

Videobeitrag

Video

zum Video Kampf gegen Ärztemangel – Gemeindeschwestern entlasten Hausärzte

defacto020919
Ende des Videobeitrags

Die Gesundheitsversorgung auf dem Land ist ein großes Problem. Landärzte in Hessen werden immer älter und finden oft keinen Nachfolger. Für die Patienten heißt das: sie müssen lange Wege in Kauf nehmen, was viele alte und kranke Menschen nicht mehr können. Damit die Menschen trotzdem so lange wie möglich zu Hause bleiben können, gibt es in Hessen immer mehr Gemeindeschwestern. Sie verteilen keine Medikamente oder waschen Patienten, sondern sind in erster Linie dazu da, Pflege und soziale Kontakte zu vermitteln. Sie hat ein Auge darauf, dass Menschen nicht vereinsamen, verwahrlosen und gut gepflegt werden. defacto hat eine Gemeindeschwester begleitet.

Lernen und helfen - Medizinstudenten behandeln Patienten ohne Krankenversicherung kostenlos

Videobeitrag

Video

zum Video Lernen und helfen - Medizinstudenten behandeln Patienten ohne Krankenversicherung kostenlos

defacto020919
Ende des Videobeitrags

Zu wenig Geld, keinen Wohnsitz oder illegal in Deutschland  - es gibt viele Gründe, warum Menschen keine Krankenversicherung haben. Wenn sie dann medizinische Hilfe brauchen, sind sie auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen.  Die Medizinstudenten ader Goethe Universität in Frankfurt helfen solchen Menschen.  Jeden Dienstag und Mittwoch geht das Studieren abends noch weiter. Dann behandeln die Studenten bedürftige Patienten kostenlos. Das Schöne ist, dass beiden Seiten profitieren. Die Patienten, aber auch die Studenten: Sie schlüpfen in die Rolle des Arztes, führen die Behandlungsgespräche, untersuchen, stellen Diagnosen. Zur Sicherheit ist immer ein Arzt dabei, dem sie Fragen stellen können. Die Sprechstunde läuft an der Uni als Lehrveranstaltung und Wahlfach und ist fest in der Studienordnung verankert. defacto war bei einer Sprechstunde dabei.


Moderation: Robert Hübner
Sendung: hr-fernsehen, "de facto", 02.09.2019, 20:15 Uhr