Sebastian Brittens neuer Mandant ist erst 14 Jahre alt. Ahmet, ein Programmier-Genie, hat ein phänomenales Computerspiel entwickelt und bittet Sebastian, wasserdichte Verträge für eine professionelle Vermarktung aufzusetzen. Die Sache hat nur einen Haken: Ahmets Mutter Ipek akzeptiert das Talent ihres Sohnes nicht, weil seine schulischen Leistungen darunter leiden.

Als emanzipierte berufstätige Türkin wünscht sie, dass Ahmet in ihre Fußstapfen tritt, Abitur macht und studiert. Mit viel Gespür bemüht sich Sebastian um einen Kompromiss zwischen Mutter und Sohn.

Marita vertritt die alleinerziehende Hausmeisterin Anna Woitecki. Das Jugendamt will dieser das Sorgerecht für die zehnjährige Julie aberkennen. Begründung: Anna sei schlichtweg zu dumm, ihre Tochter zu erziehen. In der mündlichen Verhandlung stellt sich zu allem Übel heraus, dass Anna Analphabetin ist. Der Fall scheint endgültig verloren. Erst als Marita der Richterin eindrucksvoll demonstrieren kann, dass ihre Mandantin über beachtliche praktische Intelligenz verfügt, wendet sich das Blatt.

Auf Bitten seines alten Studienfreundes Otto Albitz übernimmt Lothars Kanzlei das Mandat eines jungen Skinheads: Peter Keller hat in der U-Bahn einen Deutschtürken zusammengeschlagen. Lothar hält es für einen guten Schachzug, seine deutschtürkische Kollegin Dilek den mutmaßlichen Neonazi vertreten zu lassen. Bald darauf stellt sich heraus, dass Otto Albitz selbst zur rechten Szene gehört und Keller die Bemühungen seiner Anwältin mit rassistischen Sprüchen honoriert. Entnervt will Dilek das Handtuch werfen, als der arrogante Kollege Thomas Welka spitzzüngig behauptet, ihr fehle wohl die professionelle Distanz. Der Ehrgeiz der Anwältin ist geweckt. Sie kniet sich in den Fall hinein und führt eine überraschende Wende herbei: Peter Kellers Motiv war nicht Fremdenhass, sondern schlicht Eifersucht.

Darsteller:
Sebastian Britten: Kai Wiesinger
Marita Blum: Julia Bremermann
Lothar Franzen: Alexander Held
Dilek Genc: Carolina Vera
Thomas Welka: Johann von Bülow
Renée: Vera Baranyai
Karl Blum: Steffen Münster
David Blum: Tim Troeger
Anna Woitecki: Regine Hentschel
Frau Zuber: Rosa Enskat
Richterin Lambert: Kirsten Block
Herr Albitz: Holger Mahlich
Peter Keller: Enno Hesse
STA Scholz: Stephan Baumecker
Richter Hesse: Dirk Lüdermann
Helga Keller: Heike Hanold-Lynch
und andere
Drehbuch: Axel Hildebrand und Marc Terjung
Musik: Dirk Leupolz
Kamera: Philipp Timme
Regie: Katinka Feistl