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Ein Rezept von Heidrun Quintino aus der Kochschule Hanau

Zutaten:

  • 1 kg Weizenmehl
  • 600 ml Wasser

für die Marinade:

  • 8 EL Olivenöl
  • 8 EL Sojasoße
  • 2 TL Aceto balsamico
  • getrocknete italienische Kräuter
  • 1 Prise Zucker
  • 4 kleingeschnittene Knoblauchzehen
  • etwas Pfeffer

Zubereitung:

Mehl und Wasser werden zu einem Teig geknetet und in eine große Schüssel gelegt. Nun wird das Ganze mit warmem Wasser aufgefüllt bis der Teig vollständig bedeckt ist. Im Anschluss muss der Teig etwa eine halbe Stunde ruhen. Dann wird der Teig unter Wasser geknetet. Hierbei fließen Kleie und Stärke ab und färben das Wasser milchig. Dieser Vorgang wird abwechselnd mit warmen und kalten Wasser solange wiederholt bis ein weicher, gummiartiger Klumpen übrig und das Wasser klar bleibt.

Nun das Ganze in mehrere kleine Stücke teilen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Selbstverständlich kann der Seitan auch im Dampfkochtopf zubereitet werden, sodass die Zubereitungszeit sich verkürzt. Anschließend die Seitanstücke aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. Nun kann der Seitan in jede beliebige Form gebracht werden: Geschnetzeltes, Gyros, Steaks, Frikassee, Schnitzel, Frikadellen, Bolognese-Soße etc.

Im Anschluss die jeweiligen Stücke in Öl scharf anbraten und schließlich mit Sojasoße, Salz Pfeffer oder anderen Gewürzen abschmecken. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann die Seitanstücke auch prima ganz herkömmlich über 1-2 Tage im Kühlschrank marinieren. Das macht ihn ganz zart und perfekt für den Grill.

Übrigens:

Da ohnehin nur das Klebereiweiß verwendet wird, reicht für die Herstellung von Gluten/Seitanmehl einfaches Weizenmehl. Es bleibt aber jedem selbst überlassen, ob er für die Herstellung lieber Vollkornmehl verwenden möchte. Das Endergebnis schmeckt dann vollkornartiger. Bei der Herstellung fallen hier zusätzlich Getreidemilch und Kleie an. Letztere kann von der Milch mittels eines Siebes getrennt werden.

Ihr Gesundheitsvorteil: Seitan ist pflanzlich und daher ist cholesterinfrei. Es enthält zahlreiche essentielle Aminosäuren und trägt dabei zur Deckung des täglichen Eiweißbedarfs bei. Es enthält praktisch kein Fett, aber Spurenelemente und Mineralien, Der Name kommt aus dem Japanischen. Vegetarisch lebende Mönche sollen dieses Nahrungsmittel erstmals hergestellt und verbreitet haben. Die Chinesen nennen Seitan Mian juin (Mien Chin oder Mien ching) das bedeutet: Gummimehl oder gummiartiges Mehl, was ja gut passt….

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 25.07.2019, 18:45 Uhr