Ein Mann wirft Müll in eine Mülltonne.
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Rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland pro Jahr an. Das sind etwa 220 kg pro Kopf! Ein gut funktionierendes Recycling-System ist hier also unbedingt erforderlich. Wir haben 5 Tipps für Sie, wie Sie Ihren Müll korrekt trennen können.

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Tipps zum korrekten Mülltrennen

  • Deo-Dosen gehören in die Kategorie Schadstoffe, weil immer noch brennbare Reste in der Dose drin sein können. Sie können in einer Schadstoffsammelstelle abgegeben werden. Im Frankfurter Stadtgebiet z. B. gibt es rund 70 Stellen, die von Schadstoffmobilen angefahren werden. Wo und wann diese Schadstoffmobile Halt machen, kann man auf der FES-Homepage (www.fes-frankfurt.de) nachschauen. In anderen Städten und Kommunen über die Gemeinde oder den Entsorger erfragen.
  • Benutzte Taschentücher gehören wegen der Bakterien in den Restmüll. Hat man aber zum Beispiel eine Serviette, mit der man ausschließlich Speisereste aufgewischt hat, darf diese Serviette in die Biotonne. Sind aber menschliche Exkremente an der Serviette, sollte sie auch in die Restmülltonne.
  • Alte Fahrkarten sind meistens aus Papier und dürfen in die Papiertonne. Auch Hochglanzmagazine kommen in den Papiermüll. Ist man sich nicht sicher wegen einer möglichen Thermo-Beschichtung, sollte das Papier oder auch der Kassenbon in die Restmülltonne.
  • Coffee-to-go-Becher gehören in die gelbe Tonne. Kniffelig wird es dann, wenn zum Beispiel beim Coffee-to-go-Becher Milch- und Kaffeereste anhaften. Aber in der Regel wird dieser Becher unterwegs entsorgt und landet dann ohnehin im Restmüll.
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Kein Plastik in den Bio-Müll

Leider nutzen immer noch viele Menschen Plastiktüten, um den Bioabfall zu sammeln. Plastik ist jedoch ein Störstoff, der aufwändig aussortiert werden muss. Und auch biologisch abbaubare (kompostierbare) Kunststoffe zersetzen sich nicht, da in modernen Anlagen die Verweilzeit viel zu kurz ist.

Ausspülen oder nicht? Plastikverpackungen muss man nicht ausspülen. Sie werden in den Anlagen gespült. Muss man allerdings lange auf die Abholung der Tonne oder des Sackes warten, sollte man Essensreste grob entfernen, weil sonst Nagetiere davon angelockt werden könnten. Das gilt in erster Linie in ländlichen Regionen und für die gelben Säcke.

Wie man Müll vermeiden kann: Immer mehr Supermärkte bieten wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze an. Außerdem gibt es an Wurst- und Käsetheken häufig die Möglichkeit, die Waren in mitgebrachten Schälchen zu verpacken. Auch Obst- und Gemüsekisten sind eine gute Alternative und sparen viel Verpackungsmüll.

Und es gibt eine tolle Alternative zur Alufolie: Stoffreste mit Bienenwachs überziehen – Anleitungen gibt’s im Internet- und es hält genauso frisch!

Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 19.06.2019, 18:45 Uhr