Rheuma-Patient*innen tragen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf. Woran das liegt und worauf Betroffene achten sollten, erklären wir. Ratgeber-Reporter Jens Kölker macht sich nach den Feiertagen auf einem Vitaparcours, einem Trimm-Dich-Pfad, wieder fit und wir gehen in Island zum Eisklettern. Außerdem beantworten wir die Frage, warum Sie den Dispokredit für Ihr Girokonto lieber nicht ausnutzen sollten. Wenn es auf dem Konto eng wird, hat unser Finanzexperte Tipps für viel günstigere Alternativen.

Die Sendung musste aufgrund aktueller Entwicklungen zur Corona-Pandemie vorzeitig beendet werden.

Corona und Rheuma – eine gefährliche Kombination

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Ein Mann hält sich die Hände.
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Zusätzlich zu ihrer chronischen Rheuma-Erkrankung sollten sich Rheuma-Patient*innen auch besonders vor Corona schützen. Dass diese Personengruppe aufgrund Ihrer Medikation ebenfalls stärker gefährdet ist, ist vielen allerdings nicht klar. Und durch den Ausfall von Physiotherapie werden die rheumatischen Beschwerden teilweise auch noch stärker. Die Einnahme von Kortison kann z. B. einen schweren Corona-Verlauf begünstigen.

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Unser Gast im Studio

Dr. Rebecca Hasseli-Fräbel
Kerckhoff Klinik
Rheumatologie & Klinische Immunologie
Benekestraße 2 - 8
61231 Bad Nauheim
Tel.: 06032 9960
E-Mail: info@kerckhoff-klinik.de
Infos online auf der Website der Kerckhoff Klinik.

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Anwendungen bei Rheuma für zu Hause

  • Gelenke bewegen

In Bewegung bleiben – das ist ganz wichtig für Rheumapatienten. Nur so wird verhindert, dass Gelenke versteifen, Muskeln verspannen und Fehlhaltungen entstehen. Am besten sollten Rheumapatient*innen täglich ihre Gelenke bewegen. Gerade bei der rheumatoiden Arthritis helfen Fingerübungen mit Sand oder Körnern, mit Linsen oder Raps.

Eine Auswahl an Übungen bei der Deutschen Rheuma-Liga finden Sie hier.

  • Kälte oder Wärme

Beides kann bei Rheuma helfen. Wärme fördert die Durchblutung, vermindert die Schmerzen und entkrampft die Muskeln, das Gelenk wird beweglicher. Kälte dagegen betäubt die Nerven rund um das Gelenk und wirkt entzündungshemmend. Daher ist sie häufig bei akuten Gelenkbeschwerden hilfreich.

  • Paraffinbad – Eintauchen in 51 Grad heißes Wachs

Das Paraffinbad sorgt durch den direkten Kontakt mit der Haut für eine hohe Wärmeentwicklung in den Gelenken. Zudem fördert es die Durchblutung und pflegt trockene Haut. Auch für eine Anwendung zu Hause gibt es mittlerweile Paraffinbäder – zu erschwinglichen Preisen. Vor der Anwendung sollten Haut und Nägel großzügig mit Handcreme bedeckt sein. Das Paraffin lässt die Wirkstoffe der Creme besser einziehen. Im Paraffinbad legt sich dann Schicht Paraffin um die Haut. Wiederholt man den Vorgang, wird die Schicht dicker. Damit das Paraffin seine volle Wirkung entfalten kann, nach dem Eintauchen Plastikhandschuhe über Hände oder Füße ziehen und darüber Frotteehandschuhe. Die Einwirkzeit variiert je nach Hautbeschaffenheit, sollte aber 15 Minuten nicht überschreiten.

  • Kiesbad

40 Grad warmer Kies sorgt durch die direkte Wärmeübertragung für eine Öffnung der Gefäße und eine verbesserte Durchblutung. Zusätzlich wird die Beweglichkeit der Hände trainiert. Kies einfach im Backofen auf die gewünschte Temperatur erwärmen. Gleiche Wirkung haben auch erwärmte Kirschkerne oder Rapskörner.

  • Kohlensäurebad

Ein Kohlensäurebad kann als Teil-, aber auch als Ganzkörperbad durchgeführt werden. Die im Wasser gelöste Kohlensäure steigt als Kohlendioxid-Bläschen auf, wird vom Gewebe resorbiert und wirkt dadurch durchblutungsfördernd. Als therapeutisch wirksam gelten Konzentrationen ab 800 mg Kohlendioxid pro Liter Wasser. 15 – 20 Minuten bei etwa 35 Grad baden. Teilbäder, bspw. der Hände, können mehrmals täglich durchgeführt werden. Bei einer Ganzkörperanwendung sind einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten (Kopf deutlich über dem Wasserspiegel, Vorsicht bei Kindern, Ruhephase nach dem Bad). Das Pulver, durch das die Kohlensäurebläschen freigesetzt werden, gibt es in der Apotheke zu kaufen.

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Serie: "Nix wie raus … nach Island“ | Eisklettern auf Islands größtem Gletscher (2/5)

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Nina und Jonas beim Eisklettern.
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Im Süden des Landes sind wir auf dem Gletscher Vatnajökull unterwegs. Zusammen mit Eiskletter-Guide Mike Reid wollen Nina und Jonas zum Eisklettern. Ausgestattet mit Eispickeln und Steigeisen geht es Gletscherspalten runter und wieder rauf, doch die Dimensionen des größten Gletschers Europas außerhalb des Polargebiets bringen Nina an ihre Grenzen.



Moderation: Anne Brüning
Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 05.01.2021, 18:45 Uhr