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Mann auf E-Tretroller

Bald kommen die E-Roller auch nach Deutschland. Wir fassen für Sie die wichtigsten Regelungen für Sie zusammen und klären die grundlegenden Fragen rund um die kleinen E-Flitzer.

Darf jeder fahren oder benötige ich eine Fahrerlaubnis?

Führerschein ist nicht vorgeschrieben. Für E-Tretroller, die 6 Kilometer pro Stunde und schneller fahren, gilt ein Mindestalter von 14 Jahren. E-Tretroller, die mehr als 20 Kilometer pro Stunde fahren, sind im Straßenverkehr nicht zugelassen. Sie können nur auf privatem Grund oder Betriebsgelände gefahren werden.

Welche Sicherheitsvorschriften gibt es?

Wer mit E-Scootern fährt, muss zwar keinen Helm tragen, empfehlenswert ist jedoch allemal. E-Scooter brauchen eine bestimmte vorgeschriebene Mindestausstattung. Das sind vor allem:

  • zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen
  • Beleuchtungseinrichtung
  • Klingel (Glocke)
  • Maximalmaße: 200 cm Länge, 70 cm Breite, 140 cm Höhe, Maximalgewicht: 55 Kilogramm (ohne Fahrer).
  • nicht mehr als 500 Watt

WICHTIG: Achten Sie beim Kauf eines Elektrorollers unbedingt darauf, dass das Fahrzeug der aktuellen Verordnung entspricht und eine gültige Betriebserlaubnis hat.

Wo darf ich mit meinem E-Roller zukünftig fahren?

E-Scooter dürfen auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen fahren. Nur wenn diese fehlen, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Gehwege und Fußgängerzonen sind für Elektroroller tabu. Wer dennoch auf dem Gehweg fährt, zahlt mind. 15 €. Ist eine Einbahnstraße für Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung freigegeben, gilt dies auch für Elektro-Roller.

Benötige ich eine Versicherung und was kostet die?

Alle E-Scooter über 6 km/h unterliegen einer Versicherungspflicht. Die neuen E-Scooter haben wir jedes anderes Kfz eine gewisse Betriebsgefahr und brauchen deshalb eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung. Eine gültige Versicherungsplakette muss am Gefährt aufgeklebt sein, um nachzuweisen, dass es versichert ist. Eine solche Versicherung wird voraussichtlich 40,- bis 60,- Euro kosten und gilt jeweils für ein Jahr.

Wer ohne Versicherungsschutz fährt, begeht eine Straftat.

Lohnt sich der zusätzliche Abschluss einer Teilkasko-Versicherung?

Ja, das kann sich lohnen. Denn dann sind Schäden durch Diebstahl oder Kurzschluss abgedeckt.

Wer zahlt bei Unfällen?

Wenn der E-Scooter – wie vorgeschrieben – mit Versicherungskennzeichen ausgestattet ist, kommt die jeweilige Haftpflicht-Versicherung für Schäden Dritter auf. Eigene Schäden muss der Fahrer selbst tragen.

Welche Ampeln gelten für Elektroroller?

Ist eine Fahrradampel vorhanden, gilt diese. Gibt es keine Fahrradampel, ist die Ampel für den fließenden Verkehr zu beachten. Wer rote Ampeln missachtet, riskiert ein Bußgeld und sogar Punkte in Flensburg.

Fahren E-Scooter im Moment noch illegal oder gibt es Ausnahmeregelungen?

Bereits jetzt legal per Ausnahmegenehmigung zu fahren ist beispielsweise der Metz Moover, der allerdings stolze 2000 Euro kostet. Ebenfalls auf dem Markt ist der BMW X2City, der sogar noch etwas teurer ist.

Angetrunken oder betrunken fahren – welche Regel gilt?

Für Auto-Fahranfänger gilt null Promille auf Scootern. Für andere greift wie beim Auto die 0,5-Promille-Grenze. Ab 1,1 Promille gilt auch hier die absolute Fahruntüchtigkeit. Hinweis: Bei einem Fahrrad liegt diese bei 1,6 Promille.

Darf man mit E-Tretrollern nebeneinander fahren?

Nein. Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von mind. 15 Euro vor.

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Unser Gast im Studio

Rechtsanwalt Kay Rodegra
Schweinfurter Straße 6
97080 Würzburg
E-Mail: RA@rodegra-law.de
Infos unter: www.rodegra-law.de

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 11.06.2019, 18:45 Uhr