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zum Video Gefährliche Mücken aus dem Ausland

Bereits zwei Mückenarten aus Afrika und Asien sind schon bei uns heimisch. Und nun ist eine dritte Art auf dem Vormarsch, die bereits in Wiesbaden gesichtet wurde. Wissenschaftler schlagen Alarm, denn allesamt können sie gefährliche Krankheiten wie beispielsweise Malaria, Kongo-Fieber oder Hirnhautentzündung übertragen.

Tiger- und Buschmücken bereits in Deutschland angekommen

Als blinde Passagiere gelangen Stechmücken aus dem Ausland unbemerkt zu uns nach Deutschland. Buschmücken und Tigermücken sind mittlerweile fast heimisch in Deutschland. Derzeit siedelt sich eine dritte Art aus Asien bei uns an. Erste Vertreter wurden bereits in Wiesbaden gesichtet. Die eingeschleppten Mückenarten fühlen sich auch in unseren Breitengraden mit den immer heißer werdenden Sommern wohl. Derzeit bleibt es noch bei lästigen, aber harmlosen Mückenstichen, doch alle Arten sind potentielle Überträger gefährlicher Krankheiten wie Hirnhautentzündung oder Malaria.

Stechmücken als Überträger von Zika- und Chikungunya-Virus

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Von Mensch zu Mensch können sich die Viren nicht verbreiten, sie benötigen Stechmücken als Überträger. Vor allem die Asiatische Tigermücke ist für die globale Verbreitung des Chikungunya-Fiebers verantwortlich - und sie ist auch bereits in Südeuropa nachweisbar. Über den Speichel des Insekts gelangen die Erreger in das Blut des Menschen und breiten sich im ganzen Körper aus. Das Tückische ist, dass die Tiere, im Vergleich zu unseren heimischen Mücken, die in der Dämmerung aktiv sind, tagsüber stechen. Die Symptome treten drei bis sieben Tage nach dem Mückenstich auf. Betroffene haben etwa eine Woche mit Fieber zu kämpfen. Kritisch kann Chikungunya für Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen sein. Die Krankheit kann mit einer Blutuntersuchung auf spezielle Antikörper nachgewiesen werden. Bisher gibt es aber weder wirksame Medikamente noch einen Impfstoff. Mediziner können nur die Symptome lindern. Wer die Krankheit überstanden hat, besitzt nach jetzigem Forschungsstand eine lebenslange Immunität.

Auch das Zika-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Es verursacht Fieber mit Gelenkschmerzen. Insbesondere Schwangere sind gefährdet, da das Virus nicht selten zur sogenannten Mikrozephalie führt – einer Erkrankung, bei der betroffene Kinder mit einem zu kleinen Kopf geboren werden. Bei Erwachsenen steht das Virus mittlerweile in Verdacht, in seltenen Fällen schwere neurologische Erkrankungen auszulösen. Allerdings zeigt nur einer von fünf Infizierten überhaupt Symptome. Typisch für die Erkrankung sind Hautausschlag, Fieber und Kopfschmerzen. Neben der gesicherten Infektion über die Gelbfiebermücke und die asiatische Tigermücke, wird es auch durch Geschlechtsverkehr verbreitet.

Forscher: Keine Gefahr einer Epidemie in Deutschland

Dennoch sehen Forscher keine Gefahr für eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus in Deutschland. Demnach könne es zu einzelnen Übertragungen kommen, jedoch sei eine Epidemie unwahrscheinlich. Reisende in Zika-Gebiete sollten sich mit langer Kleidung und Insektensprays vor Mückenstichen schützen. Schwangeren wird von einer Reise in die betreffenden Gebiete abgeraten, denn bisher gibt es weder eine Impfung noch eine wirksame Behandlung.

Vorsicht bei entzündeten Mückenstichen

Auch unsere heimischen Mücken können in Ausnahmefällen Probleme machen. Auffällig ist, dass die Reaktionen auf Mückenstiche drastischer ausfallen. Es kommt zu starken Schwellungen, Rötungen und sogar eitrigen Entzündungen an der Einstichstelle. In den meisten Fällen werden bakterielle Infektionen durch das Kratzen an den juckenden Stichen verursacht. Dann gelangen Bakterien in die Einstichstelle.

Schutz vor Stichen

Am wirkungsvollsten gegen Mückenstiche sind Sprays mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin. Sie sind in der Regel gut verträglich. Zusätzlichen Schutz bieten langärmelige Shirts und Hosen.

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 12.04.2019, 18:45