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zum Video Kruger Nationalpark | Nix wie raus (4/4)

Afrikas Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu bestaunen, macht sprachlos. Im Kruger Nationalpark - dem größten Natur- und Wildschutzgebiet Südafrikas - ist das Beobachten wunderbar möglich.

Die letzte Etappe unserer Serie führt uns in den Nordosten Südafrikas, etwa vier Autostunden von Johannesburg entfernt, nahe der Grenze zu Mozambique in den Kruger Nationalpark – dem größten Natur- und Wildschutzgebiet Südafrikas.

Afrikas Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, ist ein Erlebnis, das man nie vergisst. Jedes Jahr werden hier mehr als eine Million Besucher registriert. Unsere Reisezeit: Später September, am Ende der Trockenzeit. Die Vegetation ist fast verschwunden. Deshalb kann man die Tiere sehr gut sehen. Im hohen grünen Gras während der Regenzeit ist das sehr viel schwieriger. Dafür sieht die Natur aber schöner aus. In Gefahr ist man in einem offenen Safariwagen nie. Die Tiere nehmen die Menschen zwar wahr, aber in den großen rollenden Kisten sehen wir nicht gerade wie ein Leckerbissen aus. Anders als im Zoo, weiß man im Wildreservat nicht, wo die Tiere sind.

Auf erfahrene Guides setzen

Ein Tourist macht ein Foto von einem Elefanten.
Mit Hilfe der Guides kommt man ganz nah ran an die Tiere. Bild © Imago Images

Aber nicht alle Tiersichtungen im Park müssen Zufall sein. Der große Vorteil bei einer geführten Tour: Man kann sich auf die Kenntnisse des Guides verlassen.

Denn wer die Gegend kennt, weiß auch, wo sich die Tiere aufhalten. Die Guides informieren sich gegenseitig über wichtige Sichtungen, wie zum Beispiel Löwen oder Leoparden. Viele Besucher entscheiden sich trotzdem mit dem eigenen Auto zu fahren. Der Vorteil: Man kann sich so viel Zeit nehmen, wie man möchte, man kann verweilen und hat eventuell mehr Aussicht auf individuelle Erlebnisse. Der Nachteil: Wenn man Pech hat, sieht man oft lange Zeit kein einziges Tier.

Hilfe bei der Suche

Aktuelle Tierbeobachtungen werden in jedem Camp innerhalb des Parks auf Tafeln festgehalten, so dass man nicht ganz ohne Ziel losfahren muss. Die Tiere bleiben in der Regel relativ lange an ein und derselben Stelle.

Nur die Sichtung von Nashörnern wird man auf den Tafeln vergeblich suchen. Sie sind inzwischen wegen ihres Horns so bedroht, dass man keine Hinweise hinterlassen will. Sonst würden die Wilderer sie auch finden.

Gewöhnlich verbindet man mit den Wildtieren Afrikas automatisch große Hitze. Das stimmt so nicht, denn es kommt auf die Jahreszeit an. Außerdem beginnen viele Ausfahrten sehr früh morgens und die stundenlange Fahrt im offenen Safariwagen kühlt den Körper unglaublich aus. Wenn sich aber herumgesprochen hat, dass irgendwo eine Sensation wartet, zum Beispiel ein Leopard mit Beute auf einem Baum, geht es auch im Kruger Park zu wie auf dem Hauptbahnhof.

Die anderen Teile der Serie:

  • Teil 1: Kapstadt – Metropole mit provinziellem Scham
  • Teil 2: Vom Tafelberg zum Kap der guten Hoffnung
  • Teil 3: Unterwegs auf der Garden Route

Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 18.04.2019, 18:45