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zum Video Regionale Energie – Ökostrom vom Nachbarn

Über das Internetportal "Enyway" können Verbraucher Strom direkt vom Erzeuger kaufen. Die Idee: Sauberer Strom direkt vom Erzeuger, vorbei an den großen Energiekonzernen RWE oder EON. Außerdem geben wir Tipps wie Sie Strom- und Wasserverbrauch sowie Heizkosten senken können.

Das Besondere an "Enyway" ist, dass sich Erzeuger sich die Kunden über das Portal selbst aussuchen können – wie auf einem Markplatz nur eben für Strom!

Energiewende aus dem Volk

Die Anbieter auf der Plattform sind Pioniere in Sachen erneuerbare Energien. Ihr Beweggrund: die Energiewende, gemeinsam mit Nachbarn, Freunden und Fremden vor Ort voranzubringen. Auf dem Portal von Enyway werden die Stromverkäufer individuell mit ihren Ideen und Beweggründen vorgestellt. Das unsichtbare Allerweltsprodukt Strom bekommt damit ein persönliches Gesicht - wird emotional aufgeladen, so ähnlich wie das Bio-Ei vom Bauern nebenan.

Eine Art "Air BnB" für Strom

So bezeichnen sich die Macher der Internetplattform Enyway selbst. Ein Gegenentwurf zu den anonymen Großkonzernen. Hier kommen Ökostromanbieter und Energieverbraucher direkt, ohne Umwege zusammen. Auf dem Internetportal werden die privaten Stromanbieter vorgestellt. In Hessen ist es bisher nur die Zentrale Pfarreivermögensverwaltung der evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau. Auf den Dächern der Kirchen, Tagungsstätten und Kindergärten werden jährlich mehr als 3,7 Millionen kWh klimafreundlichen Strom erzeugt und damit immerhin circa 2.220 Tonnen jährlich an CO²-Emmissionen vermieden.

Wechseln ist einfach

Das Gute,  der Wechsel ist ganz einfach und dauert nur wenige Minuten. Die Anzahl der Personen im Haushalt angeben, anschließend wird der ungefähre Jahresstromverbrauch und die durchschnittlichen Kosten angezeigt. Dann einfach die Zählernummer eingeben und alle Formalitäten wie Abmeldung vom alten Anbieter etc. werden von Enyway übernommen.

Weitere Informationen

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Infos unter: www.enyway.de

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Den Stromverbrauch senken

  • Standby abschalten: Mit einer Steckerleiste mit An- und Ausschalter können Sie Fernseher, HiFi-Anlage und andere elektronische Geräte alle leicht auf einmal abschalten und verhindern so den stromfressenden "Standby-Zustand". Ein Laptop oder Drucker im Standby-Betrieb verbraucht im Jahr gut und gerne jeweils 15,- Euro Stromkosten. Abschaltbare Stecker-Leisten helfen beim Stromsparen.
  • Zu volle Wasserkocher meiden: Befüllen Sie den Wasserkocher nur mit so viel Wasser, wie Sie tatsächlich benötigen. Sonst wird viel Energie dafür verschwendet, um das Wasser, das nicht benötigt wird, zu erhitzen. Einsparpotenzial: 20,- Euro im Jahr.
  • Temperatur des Kühlschranks: Kühlschränke arbeiten rund um die Uhr und verbrauchen mächtig Strom. Schon ein Grad kühler bedeutet sechs bis acht Prozent mehr Energiekosten. Eine Temperatur von acht Grad im Kühlschrank ist ausreichend. Achten Sie bei Neuanschaffungen darauf, dass das Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ angehört. Dieser benötigt nur 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Geräts, das gerade noch zur Klasse A gehört.
  • Spülen im Ecomodus: Denn dadurch lässt sich richtig sparen. Zwar braucht der Spülgang im Ecomodus länger, aber das Wasser muss nicht so hoch erhitzt werden und dadurch spart man Geld.
  • Wäscheleine statt Trockner: Und schon spart man 100 Prozent Energiekosten

Heizkosten sparen

  • Gekippte Fenster meiden: Anstatt einer dauerhaften Kippstellung des Fensters, lieber dreimal täglich für fünf Minuten durchlüften. So kühlen die Räume nicht aus und man spart viel Geld fürs heizen.
  • Heizungsrohre dämmen: Eine Dämmung kostet zwischen zwei bis drei Euro für den laufenden Meter, aber das Einsparpotenzial beträgt immerhin circa 5 Euro pro laufenden Meter. Da hat sich die Dämmung schon nach ein paar Monaten amortisiert.
  • Heizung überprüfen: Ein hydraulischer Abgleich bei der Heizung sorgt dafür, dass alle Heizkreise im Haus auf die ideale Wassermenge gedrosselt werden.
  • Heizungspumpe überprüfen: Alte Pumpen verbrauchen 60 bis 80 Watt. Hocheffizienzpumpen maximal 16 Watt. Das bringt eine Stromersparnis von rund 100 Euro im Jahr. Darüber hinaus wird die Maßnahme mit 30 Prozent der Kosten gefördert über das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de).
  • Konstante Raumtemperatur: Jedes Grad weniger spart 6 Prozent. Aber Vorsicht, denn je niedriger die Raumtemperatur, umso größer ist die Gefahr der Schimmelpilzbildung! Moderne Thermostatköpfe haben zwei Schiebregler: Einen Regler stellt man auf die Temperatur ein, bei der man sich wohl fühlt, zum Beispiel 21 oder 22 Grad, der zweite wird auf 18 Grad gestellt. Das ist die Abkühltemperatur, wenn man mal nicht im Haus ist.
  • Rolladen nachts herunterlassen: Das sorgt für eine Energieeinsparung von rubd 5 Prozent.
  • Fensterdichtungen pflegen: Die Lippendichtungen beim Frühjahrsputz mit Vaseline oder einem Gummipflegemittel einreiben, damit sie geschmeidig bleiben und beim Anschließen den optimalen Druck haben.

Den Wasserverbrauch senken

  • Kostenfalle Wasserhahn: Durch einen herkömmlichen Perlator gehen etwa zwölf Liter pro Minute. Mit einem wassersparenden Perlator lässt sich dieser Verbrauch auf fünf Liter pro Minute reduzieren. Die Investition von 15,- Euro für so einen Aufsatz hat man nach einem Jahr bereits wieder drin. Auch durch die Schalterstellung des Wasserhahns kann man sparen. Fürs kurze Händewaschen lohnt es sich nicht, warmes und kaltes Wasser zu mischen, sprich den Schalter in mittlerer Stellung zu haben. Es wird zwar warmes Wasser erhitzt, dies kommt aber aufgrund der kurzen Nutzungsdauer gar nicht an.
  • Kostenfalle Dusche: Auch hier gibt es energiesparende Duschköpfe, die den Wasserverbrauch deutlich senken. So kann man ein Drittel des Wasserverbrauchs einsparen. Kosten für die Anschaffung: circa 60 Euro.
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Unser Gast im Studio

Martin Henrich
Energieberater, Adam Koch GmbH & Co. KG
Altkönigstraße 43
61440 Oberursel
Telefon: 06171 - 545 89
E-Mail: info@adamkoch.de

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 15.04.2019, 18:45 Uhr