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Bis spät im Büro, mit den Kindern spielen, Sportverein – da bleibt für die Hausarbeit wenig Zeit. Saugroboter sollen uns unterstützen und zumindest das Staubsaugen übernehmen. Doch lohnt sich die Anschaffung?

Saugroboter: Wieviel Zeit sparen Sie wirklich?

Wäre es nicht wunderbar praktisch, ein Roboter, der das tägliche Saugen übernimmt? Der Sand, Brotkrümel und Staubflusen vertilgt, während die Eltern schon mal die Kinder ins Bett bringen? hr3-Moderatorin Julia Tzschätzsch hat für uns folgende Modelle getestet:

  • Vorwerk Kobold VR300 (der "Porsche" und Testsieger bei Stiftung Warentest). Mit 949 Euro am teuersten.
  • iLife V5s Pro, (der Alleskönner) der auch wischen kann. Mit circa 199,99 Euro preislich im unteren Mittelfeld
  • Medion MD 18600 robot cleaner DS. Mit 119,95 Euro der günstigste

Vorwerk Kobold VR300

Saugroboter im Test
Bild © hr
  • Der Saugroboter ist appgesteuert, "erkundet" zuerst die Wohnung und legt Grundrisse an. Diese erscheinen nachher in der App und man kann den Saugroboter gezielt an bestimmte Orte schicken. Dieses Feature hat bei uns im Test nicht reibungslos funktioniert.
  • Mit der manuellen Steuerung kann man nicht alle Features ausreizen. Fazit: Er saugt zufriedenstellend, fährt sich aber des Öfteren fest. Ein kleines Legostückt reichte aus.
  • Die Betriebszeit beträgt zwischen 60 und 90 Minuten. In Anbetracht der Tatsache, dass er eher langsam unterwegs ist, ist das wenig. Für 35 Quadratmeter brauchte er 48 Minuten.

Fazit: Langsam, gute Saugleistung, aber zu teuer

iLife V5s Pro

Saugroboter im Test
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  • Der iLife ist einfach zu handhaben. Es gibt keine App, sondern nur eine Fernbedienung mit den Basisfunktionen und den Einstellungen: Kanten saugen, "Spot" saugen, Uhrzeit einstellen, die Richtung kann grob gesteuert werden. Er saugt also grundsätzlich alles (es sei denn er ist im Kanten- oder Spotmodus).
  • Der Roboter saugt mäßig. Die Wohnung sieht nach seiner Rundfahrt ordentlich aus. Wer genau hinsieht, findet aber noch Krümel.
  • In Kleinteilen verfängt er sich wesentlich seltener als der Kobold. Sie werden entweder überfahren, weggeschupst oder eingesaugt.
  • Der iLife-Roboter ist deutlich flotter unterwegs als der Kobold. Für 35 Quadratmeter brauchte er circa 21 Minuten.
  • Der iLife Roboter hat auch eine "Wischfunktion". Dafür wird der Staubfilter gewechselt, ein Wasserfilter eingesetzt und ein Tuch mithilfe von Klettverschluss unter dem Roboter befestigt. Sie ist aber eher ein Marketing-Instrument, ansonsten überflüssig.

Fazit: Mäßige Saugleistung in mittlerem Preissegment.

Medion 18600 robot cleaner DS

Saugroboter im Test
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  • Überraschung beim Auspacken: Der Medion sieht auf der Unterseite genau so aus wie der zuvor getestete iLife V5s Pro. Gleiche Rollen, gleiche Bürsten, gleiche Aufteilung. Die Überraschung geht noch weiter: Klappt man den Deckel auf, befindet sich darin haargenau der gleiche Filter – es ist also alles austauschbar. Auch das Ladegerät und das Zubehör ist gleich - mit einer Ausnahme: Es gibt keine Fernbedienung.
  • Die Handhabe ist sehr ähnlich, auch die Saugleistung unterscheidet sich nicht.

Fazit: Deutlich günstiger als der baugleiche iLife, dafür ohne Fernbedienung und ebenfalls mäßigem Saugergebnis

Gesamtfazit

Keiner der drei Saugroboter konnte unsere Testerin überzeugen. Wer's schnell haben will, nimmt besser den guten alten Handstaubsauger.

Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 03.04.2019, 18:45 Uhr