Hundekot

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zum Video Stinkende Haufen – Ärgernis Hundekot

Rund 19.000 Hunde leben allein in Frankfurts Straßen. Und alle hinterlassen täglich stinkende Haufen, die leider nicht immer von ihren Besitzern fachgerecht entsorgt werden. Hundekot ist ein Ärgernis für Fußgänger, spielende Kinder und Radfahrer. Und selbst wenn er ordentlich im Tütchen verpackt ist, kann er noch zum Ärgernis werden, nämlich dann, wenn das Tütchen einfach irgendwo fallengelassen wird.

Problem Hundekot

Hundekot im offenen Raum oder in Parkanlagen ist natürlich ein Ärgernis, wenn man hineintritt. Sehr problematisch ist er aber auf Spielplätzen, wenn Kinder ihn mit den Händen anfassen. Dann besteht eine große Gesundheitsgefährdung. Der Hund kann krank sein und beispielsweise Würmer haben. Außerdem ist Hundekot problematisch auf Grünflächen, die zum Anbau von Nahrung oder für die Weidehaltung genutzt werden. Wenn Hunde da ihren Kot hinterlassen, können Keime in die Nahrung geraten. Es gibt Keime, die bis zu fünf Jahren überleben können. Hundekot auf Viehweiden ist ebenfalls ein Risiko. Es gibt Keime, die bei Weidevieh ernsthafte Erkrankungen auslösen. Hundekot hat also nichts auf Acker- und Weideflächen zu suchen und ist keinesfalls ein natürlicher Dünger, sondern ein gefährlicher Krankheitsüberträger.

Bußgelder für Hundekot

Die Bußgelder sind danach ausgerichtet, wie problematisch eine Verschmutzung ist. Auf dem Gehweg ist es nicht ganz so schlimm wie in der Grünanlage. Die höchste Gefährdungslage besteht auf dem Spielplatz. Deshalb ist das Bußgeld auf dem Spielplatz am höchsten.

  • Gehweg - 90 Euro
  • Grünanlage - 130 Euro
  • Spielplatz - 180 Euro

Leider werden die Kollegen vom Ordnungsamt von einzelnen Hundehaltern aggressiv angegangen, wenn man sie darauf anspricht, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, den Kot des eigenen Tieres nicht zu entfernen. Deshalb unser Tipp: Wenn Sie als Bürger bemerken, dass ein bestimmter Hundehalter Wiederholungstäter ist, sprechen Sie ihn vorsichtig an, gehen Sie aber Streit aus dem Weg. Alternativ kann man einfach das Ordnungsamt der Stadtpolizei informieren und den Fall schildern. Die Beamten werden dann versuchen, den Täter in flagranti zu ertappen.

Entsorgung in Tüten

Wer Plastiktüten vermeiden möchte, kann kompostierbare Varianten verwenden. Es gilt jedoch: Hundekot gehört in die Restmülltonne. Als Hundebesitzer muss stets einen entsprechenden Beutel dabei haben, denn es gibt Gemeinden (wie beispielsweise Offenbach), die schon als Bußgeldtatbestand erfasst haben, wenn Hundebesitzer beim Gassigehen ohne Tüten angetroffen werden. In Frankfurt ist da die Handhabe zurzeit noch etwas lockerer.

Was ist mit Katzenkot?

Tatsächlich ist das auch ein Problem, weniger in Städten mehr in ländlichen Gebieten. Wenn die Nachbarskatze in den Garten macht, ärgert das viele. Man kann mittlerweile Verbrämungsgeräte kaufen: das sind kleine Geräte, die einen Ultraschallton absondern und der soll Katzen vertreiben. Doch einige scheinen taub zu sein. Es gibt allerdings auch ein aktuelles Urteil, dass man Katzen im eigenen Garten dulden muss. Also die Debatte rund um Katzenkot steht noch aus.

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Gast im Studio

Claudia Gabriel
Leiterin Stabstelle Sauberes Frankfurt
Stadt Frankfurt
Braubachstr. 30-32
60311 Frankfurt
Telefon: 069-212-47787
E-Mail: sauberes-frankfurt@stadt-frankfurt.de
Infos unter: www.sauberes-frankfurt.de

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 19.06.2019, 18:45 Uhr