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zum Video Strom einfach selber machen? – Ja bitte!

Kabel vor Steckdose

Stecker in die Steckdose und schon funktioniert der Föhn. Was so einfach klingt, bedarf im Hintergrund einiges an Aufwand und vor allem Energie. Doch woher kommt eigentlich unser Strom? Jeder kann seinen Beitrag zur Energiewende leisten.

Der Strom in Deutschland wird in Kraftwerken erzeugt. Das geschieht größtenteils noch konventionell mit Brennstoffen wie Kohle oder Erdöl. Ein Drittel wird jedoch bereits aus erneuerbaren Energien wie Wind oder der Sonne gewonnen und soll noch weiter ausgebaut werden.

Je nach Sonneneinstrahlung und Produkttyp produziert eine Minisolaranlage rund 300 Watt. Das reicht beispielsweise für den Betrieb einer Spülmaschine, eines großen Kühlschranks oder für den Fernseher. Die zugelassene Maximalleistung pro Haushalt beträgt 600 Watt, das entspricht zwei Modulen. Ein Modul kostet ca. 500 Euro – eine Investition, die sich nach ungefähr 6 bis 8 Jahren rechnet. Informationen, welche Anlage sich eignet oder wer sie anbietet, hält die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie für Sie bereit.

Für alle, die Platz genug für eine Photovoltaikanlage haben, gilt es einiges zu beachten: Wo kann die Anlage am besten montiert werden? Wie groß soll sie sein und wie lange scheint dort die Sonne? Haben Sie sich für eine Anlage und ihren Ort entschieden, sollten Sie sie sicherheitshalber bei Ihrem Netzbetreiber anmelden. Manche Stromversorger reagieren darauf mit der Forderung, dass man einen Zähler mit Rücklaufsperre einbauen muss. Dem müssen Sie allerdings nicht nachkommen. Wenn der Netzbetreiber darauf besteht, dann muss er dieses auch auf eigene Kosten vornehmen.

Haben Sie nicht genug Platz für eine große Solaranlage, möchten aber trotzdem Ihre Zukunft umweltfreundlicher gestalten, gibt es auch super Alternativen. Ein kleines Solargerät in DinA4-Größe zum Beispiel. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die großen, kostet unter 20 Euro und Sie können damit beispielsweise problemlos Ihr Smartphone aufladen.

Und für alle, die in einer Mietwohnung wohnen: die Nutzung der Sonnenenergie ist immer erlaubt. Wer das Solarmodul wie einen Balkonkasten außen an seine Balkonbrüstung hängt, braucht allerdings das Einverständnis seines Vermieters. Befestigen Sie es innerhalb Ihres Balkons, kann der Hausbesitzer jedoch nichts sagen.

Weitere Informationen

Gast im Studio

Klaus Oberzig
Vorstand Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
Erich-Steinfurth-Straße 8
10243 Berlin
Telefon: 030-29381260
Infos unter: www.dgs.de

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 31.05.2019, 18:45 Uhr