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zum Video Transfette im Essen vermeiden

Pommes Frites

Mal eben unterwegs eine Portion Pommes, ein Croissant beim Bäcker oder eine Tüte Chips vor dem Fernseher. Was so gut schmeckt, kann schnell zur Gefahr werden! Denn in all diesen Leckereien stecken besonders viele Transfette – und die haben es in sich.

Woher kommen Transfette?

Transfette entstehen auf zweierlei Weise. Erstens, wenn Pflanzenöl industriell gehärtet wird, um so aus flüssigem Öl streichfähiges Fett zu machen oder zweitens wenn Öle und Fette über längere Zeit stark erhitzt werden (Pfanne oder Friteuse) und dadurch ihre chemische Struktur verändern.

Was machen Transfette?

Nehmen wir zu viele von diesen Transfetten zu uns, erhöht sich die Konzentration des schlechten LDL-Cholesterin im Blut, während sich der Anteil des positiven HDL-Cholesterin verringert. Langfristig steigt dadurch das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung, eines Herzinfarkts, Arterienverkalkung oder eines Schlaganfalls.

In welchen Lebensmitteln kommen sie vor?

Häufig zu finden sind Transfette in Fastfood, diversen Backwaren wie beispielsweise Croissants oder Keksen, aber auch in Chips, Trockensuppen und Panaden. Doch auch, wenn wir selber kochen, können ungesättigte Fettsäuren entstehen. Wenn das Öl, dass wir zum Frittieren oder Backen benutzen, zu heiß oder zu oft verwendet wird entstehen Trans-Fettsäuren. Rapsöl zum Beispiel, sollte nicht über 170 Grad erhitzt werden.

Ernährungswissenschaftler Dr. Stephan Lück empfiehlt:

• Statt Rapsöl eignen sich auch Kokosfett oder Bratfett, wie z.B. Butterschmalz zum Braten und Frittieren
• Pfannen nach dem Braten immer gut ausputzen
• Fett nicht öfter als zwei Mal benutzen
• Auf Etiketten achten und Produkte mit "gehärtetem", "teilgehärtetem" oder "hydrogenisiertem" Pflanzenfett meiden

Aber keine Sorge: Ganz müssen Sie nicht auf den Verzehr von Fastfood und Co. verzichten. In Maßen genossen, sind die frittierten und panierten Produkte, hin und wieder okay.

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Transfettsäuren und ihr Einfluss auf die Gesundheit
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Vollwertige Ernährung nach den Regeln der DGE

Weitere Informationen

Unser Gast im Studio

Dr. Stephan Lück
Ernährungswissenschaftler
Ernährungswerk
Lichtstraße 26 - 28
50825 Köln
Tel.: 0221 99 55 49 35
E-Mail: info@stephanlueck.de
Internet: www.ernaehrungswerk.de

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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 06.05.2019, 18:45 Uhr