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zum Video Verpackungsmüll – muss nicht sein

Plastikmüll

Plastikmüll überschwemmt Deutschland. Die Umwelt wird durch die Müllberge unnötig belastet. Mit ein paar einfachen Tipps kann jeder etwas gegen die Plastikflut tun.

Tipp 1: wiederverwendbare Taschen verwenden

Trotz des guten Images sind Papier und Biokunststoffe für Beutel keine umweltfreundliche Alternative. Nutzen Sie deshalb wiederverwendbare, langlebige Verpackungsformen, wie die bewährten Stoffbeutel. Praktisch und aus ökologischer Sicht noch besser sind auch leichte Taschen aus Polyester. Sie lassen sich klein zusammenfalten und in Rucksack oder Handtasche überall hin mitnehmen. Und falls Sie die Mehrwegtasche beim letzten Spontaneinkauf nicht mit hatten: Werfen Sie saubere Einwegtaschen nicht gleich weg, sondern nutzen Sie sie mehrfach.

Tipp 2: Auf "Hemdchentüten" verzichten

Drei Milliarden so genannte "Hemdchentüten" (besonders dünne zum Beispiel Obst- und Gemüsetüten) wurden vergangenes Jahr in Deutschland verbraucht, durchschnittlich 37 Stück pro Person. Auch Papiertüten sind wegen ihrer aufwendigen Herstellung ökologisch problematisch. Doch viele Obst- und Gemüsesorten können Sie unverpackt einstecken. Als Alternative bieten sich kleine Stoffbeutel mit Zugband an, die sich auch für andere Produkte wie Brot oder Getreide eignen. Allein für Ihre Sonntagsbrötchen sparen sie so um die 50 Papiertüten pro Jahr.

Tipp 3: Eigene Verpackung mitbringen

Die Hygienevorschriften sind streng und der Bereich hinter der Theke ist eigentlich tabu für fremde Materialien. Selbst mitgebrachte Boxen können außen oder innen verunreinigt sein und damit Lebensmittel kontaminieren. Es ist aber nicht explizit verboten, mitgebrachte Boxen zu füllen. Eine Möglichkeit: Vorratsbox auf ein Tablett auf der Theke stellen und das Verkaufspersonal füllt sie dort oder hinter der Theke. Fragen Sie doch mal bei ihrem Geschäft nach. Auch Coffee-to-go-Mehrwegbecher werden in vielen Cafés und Bäckereien befüllt und oft kostet der Kaffee sogar weniger.

Tipp 4: Unverpackt-Läden

In den "Unverpackt"-Läden ist der Verzicht auf Einwegverpackungen Konzept. Sie bieten lose Ware an, die Sie in ihre eigenen, mitgebrachten oder wiederverwendbaren Behälter abfüllen können. Testen Sie, ob ein verpackungsarmer Einkauf in Ihren Einkaufsalltag passt.

Wenn Ihnen Verpackungen auffallen, die unnötig viel Plastikmüll hinterlassen oder Ihnen Lebensmittelverschwendung gegen den Strich geht, dann informieren Sie sich hier über die beiden Smartphone-Apps: To good to go und Replace plastic.

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Testen Sie ihr umweltbewusstsein

Mit diesem Schnelltest erfahren Sie wie umweltbewusst Sie sich in den Bereichen Konsum, Lebensweise, Ernährung und Mobilität im täglichen Leben verhalten.

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Gast im Studio

Wiebke Franz
Verbraucherzentrale Hessen
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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 03.07.2019, 18.45 Uhr