Eine Spinne krabbelt durch die Badewanne.

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zum Video Fiese Viecher in der Wohnung – Was tun gegen Spinnen, Motten oder Ratten?

Wenn die Tage wärmer werden, Fenster und Terrassentüren aufstehen, verirren sich mitunter unerwünschte Besucher in unsere Wohnungen. Stechmücken, Wespen, Schaben, Lebensmittelmotten und sogar Mäuse und Ratten. Im ungünstigsten Fall kann sich daraus eine Plage entwickeln, der man allein nur schwer wieder Herr wird.

Ungebetene Mitbewohner

Neben Spinnen, Ameisen und Motten leben rund 600 verschiedene Tierchen in unseren Wohnungen, aber nicht alle sind Schädlinge:

Nützlich

  • Silberfische: Die flügellosen Insekten mit den silbernen Schuppen kommen nachts aus ihren feuchten Verstecken. Sie fressen tote Insekten, Schimmelpilze und mikroskopisch kleine Hausstaubmilben, die Allergien auslösen können.
  • Kellerasseln: Die Krebstierchen entsorgen abgestorbene Tier –und Pflanzenteile.
  • Ohrwürmer: In der Wohnung verspeist er Läuse und Wanzen, im Freien Blattläuse. Falsch ist, dass sie nachts in unser Ohr krabbeln, um Eier abzulegen, und dass sie kneifen. Ihre Zangen dienen ausschließlich dem Kampf mit Artgenossen.
  • Spinnen und Weberknechte: Kein Grund sich zu fürchten! Sie säubern unser Haus von Schadinsekten.

Schädlich

  • Schaben: Sie gehören zu den gesundheitsgefährdenden Insekten, die Durchfall, Salmonellen und Pilzerkrankungen übertragen können. Sie ernähren sich von organischen Abfällen und sind zum Beispiel. in Speisekammern zu finden.
  • Lebensmittelmotten: Auch sie können Krankheiten übertragen und Allergien auslösen. Sie befallen Lebensmittel wie Getreide, Mehl und Müsli. Dort frisst sich auch der Nachwuchs durch.
  • Kleidermotten: Sie lieben Kleidung aus Wolle, Seide, Federn und Pelze. Ihre Larven ernähren sich von Haaren und Hautschuppen. Gesundheitsgefährdend sind sie nicht, aber sie richten großen Schaden an.

Was gegen Lebensmittelmotten hilft

Lebensmittelmotte
Hat man einmal Lebensmittelmotten im Haus, wird man sie nur schwer wieder los. Bild © Imago Images

Oftmals bringen wir Lebensmittelmotten beim Einkauf mit nach Hause, denn die Dörrobstmotte, wie sie auch genannt wird, legt Ihre Eier bevorzugt in Müsli, Nüsse und Trockenobst. Die Larven fressen sich durch die Kunststoffverpackung und da ein Weibchen 200 bis 400 Eier legt, hat man schnell einen größeren Befall in der Küche.

Was ist bei einem Befall zu tun?

  • befallene Lebensmittel entsorgen
  • Die Küchenschränke ganz genau auf Lebensmittelmotten untersuchen, denn die Larven verpuppen sich gerne an geschützten Orten, zum Beispiel in den Löchern der Einlegeböden. Es lohnt sich also, den Schrank mit einer Taschenlampe genau abzusuchen. Einen möglichen Befall mit einem spitzen Gegenstand, beispielsweise mit einem Schraubenzieher, unschädlich machen.
  • Pheromonfallen ausbringen. Auf ihnen ist ein Sexuallocksoff ausgebracht, der dafür sorgt, dass männliche Motten angelockt werden und keine Paarung stattfinden kann. Die Fallen sollte man am besten oben auf den Hängeschränken anbringen. Pro Quadratmeter rechnet man eine Falle. Wichtig: Nicht zu lange stehen lassen, da sie sonst noch weitere Dörrobstmotten von außen anlocken könnten. Erhältlich sind Pheromonfallen beispielsweise in Drogeriemärkten.
  • Schlupfwespen sind natürliche Feinde von Lebensmittelmotten, denn sie fressen die Larven. Sobald sie alle gefressen haben, finden die Nützlinge keine Nahrung mehr, versterben und können abgesaugt werden.

Gegen Motten im Kleiderschrank helfen heiße oder kalte Temperaturen

Stellt man einen Mottenbefall im Kleiderschrank fest, dann sollte die Kleidung bei 60 Grad gewaschen werden. Falls dies bei bestimmter Wollkleidung nicht möglich ist, kann man die Kleidung ins Gefrierfach legen. Einen Tag dort, dann auftauen lassen und erneut einfrieren und die noch in der Kleidung befindlichen Eier sind abgetötet. Gegen Motten im Kleiderschrank helfen ebenfalls Pheromonfallen, die eine Vermehrung der Motten verhindert.

Was tun gegen Mäuse und Ratten?

Eine Ratte kommt selten allein.
Eine Ratte kommt selten allein. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Einfallstor für Schadnager wie Mäuse oder Ratten in Wohnungen sind oft Kabelschächte und Versorgungsleitungen, die irgendwo undichte Stellen haben. Der exzellente Geruchsinn der Tiere lockt sie an und lässt sie Vorräte sicher finden. Wichtigste Punkte, um sich vor den Nagern zu schützen, sind daher die Zugangswege zu blockieren und mögliche Futterquellen zu entfernen.

Achten Sie auf die folgenden Punkte:

  • Türen zum Hof oder Garten vor allem im Winter geschlossen halten
  • Haustierfutter gut verschlossen aufbewahren
  • Mülleimer sollten mit einem stabilen Deckel verschlossen werden.
  • Essensreste nicht auf den Kompost werfen
  • Vorratsschränke und Speisekammer regelmäßig gründlich reinigen

Da sich Mäuse sehr schnell vermehren können, schalten Sie, wenn Ihr persönlicher Bekämpfungsversuch scheitert, schnell einen professionellen Schädlingsbekämpfer ein.

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Studiogast

Jürgen Sommer (VOGT + SOMMER GmbH)
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Sendung: hr-fernsehen, "Die Ratgeber", 07.05.2019, 18:45