Sie ist Arbeits- und Freizeitfluss, Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, kanalisierte Wasserstraße und zugleich ungezähmtes Naturparadies. Die Saar ist ein kleiner Fluss - mit überraschend vielen Gesichtern. An ihren Ufern finden sich einzigartige Technologie-Wunderwerke wie die Völklinger Hütte, grandiose Kulturdenkmäler wie die Fayencerie in Saargemünd und die fast versunkenen Festungsanlagen des großen französischen Baumeisters Vauban in Saarlouis. Die Saar entspringt im Elsass in den Vogesen am Fuß des Donon. Gleich zweimal. Weniger als einen Kilometer Luftlinie voneinander entfernt fließen die beiden Quellflüsse, die rote und die weiße Saar, fast dreißig Kilometer lauschig durch dicht bewachsenen Wald nebeneinander die Vogesen hinab, bis sie sich bei Hermelange zur Saar vereinigen. Gut die Hälfte ihres weiteren Weges fließt sie dann durch Frankreich, ist für elf Kilometer deutsch-französischer Grenzfluss und erinnert im Unterlauf mit ihren spektakulären Steilwandlagen und ausgeprägten Schleifen immer stärker an die Mosel, in die sie bei Konz nach 236 Kilometern mündet. Die Dokumentation überrascht mit verblüffendem historischem Archivmaterial, erinnert an die Zeit, als die Saar ein Bade- und Wasserskiparadies war, an die Ära, als Treidelschiffe noch schwer beladen unterwegs waren, als es noch keine Brücken, sondern nur Fähren über den Fluss gab und die Menschen gegen das Hochwasser kämpften. Sie erzählt von Flößern und Schleusenwärtern, Badenixen und Kajakpaddlern, Winzern und Gemüsebauern, Frachtschiffern und Fährmännern, Graffitikünstlern und Anglern. Der Film verbindet überwältigende Landschaftsaufnahmen, gedreht zu Wasser, zu Land und in der Luft, mit lebendig erzählten Porträts der Menschen, die bei aller Verschiedenheit eines vereint: ihre intensive Beziehung zur Saar.