Zwei extrem trockene Sommer, milde Winter und ein Frühjahr ohne Regen. Die Böden sind viel zu trocken, die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern leiden. Vor allem Nadelbäume haben es immer schwerer, an Wasser heranzukommen. So kann es nicht weitergehen, finden Hannes und Lisa Wagner. Das junge Paar möchte seinen Wald so umgestalten, dass er dem Klimawandel standhalten kann. Weg von Kiefer und Fichte, hin zu einem naturnahen Mischwald. Allein in diesem Jahr pflanzen sie 2.000 Buchen. Ob und wie viele der kleinen Bäumchen im sandigen mecklenburgischen Boden anwachsen werden, hängt davon ab, ob es ausreichend regnen wird. Hannes und Lisa müssen ständig Überzeugungsarbeit leisten, auch in der eigenen Familie. Unterstützung erhalten sie jedoch von Knut Sturm, dem norddeutschen Experten in Sachen naturnaher Waldbau. Auch der Greifswalder Stadtförster Bent Knoll blickt jeden Tag sorgenvoll auf seine Wälder und gen Himmel. In seinen Nadelholzbeständen sind viele Bäume bereits vertrocknet und müssen gefällt werden. Einige könnten überleben, wenn doch noch genügend Regen kommt. Auch Bent Knoll hat im Frühjahr junge Bäume angepflanzt und kann nur hoffen, dass diese neue Baumgeneration den Sommer ohne Trockenschäden übersteht.