Akademikerkinder gehen studieren, Arbeiterkinder nicht. Dieses Vorurteil klingt falsch und ungerecht. Aber ist es wirklich so falsch? Laut der PISA-Studien der OECD gibt es in Deutschland keine wirkliche Chancengleichheit.

Tatsächlich schaffen es aus den oberen gesellschaftlichen Schichten viel mehr Kinder in eine höhere Ausbildung als aus den unteren. Am Ende der Grundschule ist die Gymnasialempfehlung für Akademikerkinder einfacher zu bekommen als für Kinder aus bildungsfernen Schichten. Aber ist das auch ungerecht? Oder einfach nur realistisch? Liegt mangelnde schulische Leistung nicht vielmehr an unterschiedlicher Intelligenz und mangelndem Fleiß? Und wie müsste ein Bildungssystem aussehen, das Kinder nach ihren Fähigkeiten fördert, nicht nach der sozialen Herkunft?