"Shoppen ist geil! Denn es löst Glücksgefühle aus wie Sex oder Drogen", behauptet die Psychologie. Kaufen wir deswegen viel mehr, als wir eigentlich brauchen? Macht der Lockdown vielen unter anderem auch deswegen so schwer zu schaffen, weil sie auf Entzug sind?

Im Schnitt besitzen die Menschen in Deutschland heute 10.000 Dinge pro Haushalt. Zum Beispiel neunmal mehr Kleidungsstücke als 1960! Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das nicht. Warum lassen wir uns eigentlich so gerne zum Kauf verführen? Macht weniger besitzen und mehr teilen am Ende vielleicht glücklicher? Menschen, die minimalistisch leben oder sich für ein Leben in einer Kommune entschieden haben, sind davon überzeugt. Aber ist Konsumverzicht nicht Gift- gerade für die von der Pandemie gebeutelte Wirtschaft?

Philipp Engel macht sich auf die Suche nach Antworten: Was treibt die Menschen ins Einkaufszentrum zum Beispiel nach Baunatal, wo die vorsichtige Öffnung im Lockdown versucht werden soll.

Ist Minimalismus eine Sache für Besserverdienende? Und wie klappt das so mit dem Teilen in einer Kommune in Nordhessen?


Sendung: hr-fernsehen, "Engel fragt", 10.06.2021, 21:45 Uhr