Gerade in der Vorweihnachtszeit bitten ja an jeder zweiten Straßenecke Obdachlose und verarmte Menschen um unser Kleingeld. Und nicht nur Bettler, Drogenabhängige und Obdachlose wollen finanzielle Zuwendungen, auch diverse gemeinnützige Organisationen halten uns mit erwartungsvollem Blick die Spendenbüchse unter die Nase. Das kann auch nerven. Oft schauen wir deshalb höflich weg und gehen mit leicht schlechtem Gewissen weiter. Wir können schließlich nicht mit jedem teilen! Aber wem sollen wir etwas geben? Und wie viel? Warum genießen Almosen eigentlich in allen großen Religionen und Philosophien einen so hohen Stellenwert? Ist es trotzdem in Ordnung, wenn wir Bettler bisweilen „nervig“ finden oder gar verscheuchen? Und wann kann ich mit gutem Gewissen sagen: „Ich habe genug gegeben!“