Ein romantisches Fachwerkhaus gesucht - und dann doch in ein gemauertes Gebäude eingezogen? Den Traum vom "Wohnen im Grünen" im Kopf - aber schließlich in der Großstadt gebaut?

Der Film zeigt Bauherren, bei denen so manches anders kam als gedacht – und am Ende war das auch gut so. Da "sucht sich" in Windecken ein altes Pfarrhaus seine neuen Besitzer, ein Musikerpaar. Eigentlich hatten die beiden ganz andere Pläne. Doch das Pfarrhaus zieht sie mit einem beinahe "missionarischen" Charakter in seinen Bann und bietet ihnen gleich mehrfach Gelegenheit, den Schätzen alter Baukultur nachzuspüren.

Das Pfarrhaus in Nidderau-Windecken

Eigentlich hatten die beiden ganz andere Pläne: Sie hatten sich in ein Fachwerkhaus im Ort ‚verliebt‘. Doch der Fachwerkexperte Martin Meier, auf den sie per Zufall trafen, riet ihnen vom Kauf ab. Eine Sanierung wäre kaum berechnbar gewesen, außerdem waren die Räume zu klein für die vielen großen Instrumente. Meier schlug den beiden vor, sich das alte Pfarrhaus neben der Stiftskirche anzuschauen. Das stand auch zum Verkauf.

Die Besichtigung geriet zum geschmacklichen Horrortrip: "Man stand in dem Flur und sah so eine Art Saunalandschaft aus den siebziger Jahren wegen so einer Pseudo-Holzverkleidung", erinnert sich Diez Eichler, "es war eigentlich alles scheußlich, es war auch kalt. In der Küche kam die Decke in Fladen runter." Trotzdem zog das Pfarrhaus das Musikerpaar mit einem beinahe 'missionarischen' Charakter in seinen Bann und bot ihnen gleich mehrfach Gelegenheit, den Schätzen alter Baukultur nachzuspüren.

Wollen Sie in die Bauzeit des Gebäudes musikalisch 'eintauchen'? So klingt die Barockmusik, die heute aus dem alten Pfarrhaus auf die Straße dringt. Hören Sie hier die Bauherren selbst.

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Kontakt

Diez Eichler und Roswitha Bruggaier
Kirchplatz 2
61130 Nidderau-Windecken

Ingenieurbüro Martin Meier
Brunnenstraße 2
61130 Nidderau (Windecken)
Telefon: 06187 290355
Mobil: 0179 2086645 (Frau Bennen)
E-Mail: info@fachwerk-inspektion.de
www.fachwerk-inspektion.de

Pfarrerin Fr. Dr. Erichsen-Wendt
Birkenweg 3
61130 Nidderau

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Das Haus des Grafikers in Frankfurt Fechenheim

Das 'Haus des Grafikers' steht an einem ungewöhnlichen und verkehrsreichen Ort. Ursprünglich hatte Martin Walter einen Bauplatz im Taunus gesucht. Doch schließlich fand er ein schmales Restgrundstück an der Frankfurter Mainkur, inmitten eines Stücks Stadtgeschichte. "Ich hatte knapp 220.000 – 250.000 Euro als Maximum verfügbar zu dem Zeitpunkt und bin zu einigen Architekturbüros gegangen. Alle, die ich abgeklappert hatte, haben mir gesagt, zu dieser Summe würden sie erst gar nicht anfangen, zu bauen oder zu planen", so Martin Walter.

Schließlich fand er in Darmstadt Architekten, die sich für die mutigen Entwürfe des Grafikers interessierten und sie weiterentwickelten. So entstand ein kleiner kubistischer Bau, der durch die besondere Innenraumgestaltung erstaunlich großzügig wirkt.

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Kontakt

Martin Walter
An der Mainkur 5
60386 Frankfurt Fechenheim

liquid & fay architekten
Prof. Kerstin Schultz Architektin BDA
Werner Schulz Architekt
Harald Fay Architekt

Freiheitsstraße 23
64385 Reichelsheim-Laudenau
Telefon: 06164 5167075

Dietrichstraße 29
60439 Frankfurt am Main
Telefon: 069 74308655

E-Mail: info@clickliquid.de
Internet: http://www.clickliquid.de

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Stadthaus Darmstadt

In Darmstadt und Berlin arbeitet die Architektin Anja Thede. Ihr besonderes Anliegen ist es, den Bedürnissen der Menschen, für die sie baut, genau auf den Grund zu gehen. Skeptisch sieht sie zum Teil den oft geträumten Traum vom Häuschen auf der grünen Wiese, der abgelegene, oft ghettoähnliche Neubaugebiete entstehen lässt. "Das Ende eines Neubaugebietes ist eigentlich vorbestimmt, wenn die Kinder weg sind und dann nur noch einzelne Paare dort sitzen", so die Architektin.

Bauen im Bestand ist für Anja Thede ein wichtiger Schlüssel für Wohnqualität inmitten der Stadt. Ein Beispiel dafür, wie Vorhandes umgestaltet und mit Neuem ergänzt werden kann, ist das von ihr entworfene Stadthaus in Darmstadt. In einer Baulücke direkt neben einem 50er-Jahre-Bau, den die Architektin saniert hat, entstand ein Einfamilienhaus – sozusagen in die Höhe gezogen. Die Bauherrinen Ulrike Lösch und Susanne Breitschuh wurden in den Planungsprozess mit einbezogen. So so erfüllten sich die beiden – nach einigen Irrwegen – ihren ganz persönlichen Wohntraum.

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Kontakt

Anja Thede
Architektur und Kommunikation im Raum
Wenckstrasse 45
64289 Darmstadt
Telefon: 06151 74288
E-Mail: thede@a-thede.de
Internet: www.a-thede.de

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Bunkerwohnung in Offenbach

Ursprünglich waren Bunker ja nicht zum dauerhaften Wohnen gedacht. Doch der Offenbach-Bürgeler Bunker in der Jahnstrasse ist nicht der erste, der nun zum Wohnraum umgestaltet wurde. Allerdings hier in Form eines Anbaus und von Penthousewohnungen – der Bunker also sozusagen als Bauplatz. Aufzug, Treppe und Lagerräume liegen im Bunker, die Wohnungen nicht. Das hat Kostengründe: Öffnungen in Bunkerwände zu schneiden, ist extrem aufwändig und damit auch kostspielig. Projekte wie den Bürgeler Bunker gibt es mittlerweile reichlich.

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Peter Holik (Architekt)
Burgstrasse 11 e
60316 Frankfurt am Main

Silvio & Melanie Bernhard

Rathenaustraße 22 a
63067 Offenbach am Main

Internet:
http://www.bunkerwohnen.de/
https://faszination-bunker.bundesimmobilien.de

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Ein Film von Uli Pförtner

Sendung: hr-fernsehen, "Erlebnis Hessen", 10.11.2018, 18:45 Uhr