Für Tischlermeister Marc und Zimmerermeister Aaron aus der Nähe des Edersees war schon in der Schule klar: nach dem Abi lerne ich ein Handwerk. Der eine übernahm schnell den Betrieb des Vaters und leitet mit 25 Jahren eine Firma mit 25 Mitarbeitern, der andere machte den Tischlerbetrieb des Opas, der eine Generation brach lag, wieder auf. Raus in die weite Welt hat es sie nicht gezogen, obwohl sie es gekonnt hätten. „Holz ist unser Leben“ sagen Marc und Aaron, die geschäftlich immer wieder miteinander zu tun haben und auch Freunde sind. Nur, für ein Privatleben mit Party und Ausspannen finden sie keine Zeit. Das gibt die Auftragslage nicht her, sagen beide, finden das aber auch nicht weiter schlimm. Sind sie „andere“ Chefs als ihre Väter oder Lehrmeister? Wie sorgen sie dafür, dass der Nachwuchs Gefallen am Handwerk findet und auch dabeibleibt? Hat man da als jüngerer Chef einen anderen Blick? Und wie bringt man es als Tischlermeister der Freundin bei, dass der Bau des eigenen Hauses doch noch warten muss, weil durch Corona auch für Handwerker die Preise für‘s Baumaterial derart gestiegen sind?