Hanfprodukte sind zurzeit ziemlich angesagt: Hanf-Öl, Seife, T-Shirts, Lollies - immer neue Start-Ups schießen aus dem Boden. In Nordhessen arbeitet eine Gruppe von Landwirten fern aller Moden schon seit Jahren daran, Hanf als Nutzpflanze für die Zukunft zu kultivieren. Klimafreundlich, ökologisch und nachhaltig. Mit dabei sind Andreas Gleim aus Niederdünzebach und Volker Kanngießer aus Wanfried – Landwirte aus alter Familientradition heraus. Schon ihre Väter und Großväter haben Weizen angebaut, Kühe gezüchtet, Schweine gemästet – ganz konventionell. Seit sich das Klima merklich ändert, müssen Andreas und Volker aber mit ihren mittelgroßen Betrieben umdenken. Seit 2017 arbeiten sie darum auch mit Hanf – einem Rohstoff, der vielseitig verwendbar ist. Die beiden setzen auf die proteinhaltige Hanf-Nuss und die besonders strapazierfähige Hanffaser, die u.a. für Textilen, aber auch zur Isolierung von Gebäuden genutzt wird. Wenn es nach den nordhessischen Anbauern geht, wird Hanf einmal der Rohstoff der Zukunft sein. Und ihre nordhessische Heimat soll Hanf-Land werden – schon jetzt gefördert vom Land Hessen und von der Europäischen Kommission, wissenschaftlich unterstützt von der Universität Gießen.