Weithin sichtbar erhebt es sich über der Altstadt und dem Lahntal: das Landgrafenschloss in Marburg. Seit Jahrhunderten, so scheint es, beinah unverändert. Der Schlossberg hat eine Höhe von 287 Metern – eine gute Ausgangslage für die Errichtung einer mittelalterlichen Burg. Aber so mancher Besucher stöhnt, wenn er heute die vielen steilen Treppen und engen Gässchen der Marburger Oberstadt zu Fuß erlaufen muss, bis er das Landgrafenschloss erreicht. Doch oben angekommen belohnt der Blick auf die romantische Altstadt und die Lahnberge. Als „Wiege Hessens“ gilt die Stadt an der Lahn, weil Heinrich, ein Enkel der Heiligen Elisabeth, hier im 13. Jahrhundert nach dem Erbfolgekrieg mit Thüringen als erster hessischer Landgraf seine Residenz nahm.