Hefekloß auf einem Teller

Ein Rezept für 16 Dampfnudeln von Eva Heß, Chocolaterie „Gasthaus zur Burg“ in Dilsberg.

Zutaten:

für die Dampfnudeln:

  • 1 kg Mehl
  • 125 g Butter, flüssig
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 42 g Hefe
  • 20 g Zucker

zum Garen:

  • 160 g Butter
  • Wasser
  • Salz
  • 2 Töpfe oder Pfannen mit Deckel für je 8 Dampfnudeln

für das Dörrobst:

  • 80 g getrocknete Zwetschgen
  • 80 g getrocknete Aprikosen
  • 50 g getrocknete Apfelringe
  • 50 g getrocknete Feigen
  • 500 ml Wasser
  • 50 g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • Muskatnuss
  • ½ unbehandelte Zitrone, in Scheiben geschnitten
  • 10 g Speisestärke

Zubereitung:

Die Hefe und den Zucker in 125 ml lauwarmer Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die angerührte Hefe in die Mulde geben und mit etwas Mehl einen Vorteig anrühren. Wenn der Vorteig Blasen wirft, wird zusammen mit allen Zutaten ein geschmeidiger Hefeteig hergestellt.

Den Teig mit etwas Mehl bestäuben und zum Gehen etwa eine Stunde an einen warmen Ort stellen. Wenn das Volumen sich verdoppelt hat, werden 16 kleine Teigkugeln geformt. Diese dürfen erneut 20 Minuten gehen.

In jedem Topf 40 g Butter schmelzen und leicht bräunen. Anschließend zwei Finger hoch Wasser in den Topf geben. Das Wasser salzen und die verbliebenen 40 g Butter in jeden Topf geben.

Anschließend die Flüssigkeit aufkochen. Die fertig gegangenen Teigstücke vorsichtig in die Töpfe setzen und sofort mit einem Deckel verschließen. Die Temperatur auf die kleinste Stufe stellen und warten. Der Deckel muss mindestens 10 Minuten ganz verschlossen bleiben. Erst danach darf man vorsichtig nachsehen, ob die Kugeln aufgegangen sind. Bei mäßiger Hitze muss das gesamte Wasser verdampfen und man muss ganz genau beobachten, wie der Sud auf dem Topfboden eintrocknet, damit die Dampfnudeln nicht anbrennen. Sobald der Topfboden gebräunt ist, sind die Dampfnudeln fertig.

Nun kommt der kontrollierende Blick nach dem „Bachele“, der Unterseite der Dampfnudel, für jede Bäckerin ein aufregender Moment. Eine gute Dampfnudel hat einen mittelbraunen, krustigen Boden, der leicht salzig schmeckt. Keiner, der sich eine Dampfnudel von der Platte nimmt darf darunter schauen, sonst sind alle guten „Bachele“ weg.

Die getrockneten Früchte in einen Topf geben und die restlichen Zutaten, außer der Speisestärke, zugeben. Alles 30 Minuten köcheln lassen. Die Stärke mit etwas Wasser anrühren. Anschließend den Topf vom Herd nehmen mit der angerührten Stärke leicht abbinden. Danach nochmals kurz aufkochen. Das ausgekühlte Kompott mit den Dampfnudeln servieren.


Sendung: hr-fernsehen, "hallo hessen", 14.01.2021, 16:00 Uhr